Highlights

Im Jahr 2019

Qualifiziert zum Deutschen Orchesterwettbewerb des Deutschen Musikrats in 2021 in Bonn.

Zum Pressebericht

Foto: Robert Claus

 

 

Im Jahr 2015

Im Rahmen des Landespreisträgerkonzertes „Jugend musiziert“ überreicht Minister Ulrich Commerçon den Sonderpreis des Saarländischen Ministers für Bildung und Kultur an die Zupferin Jolina Beuren.

Jolina Beuren aus Differten ist Jungstudentin bei Professor Stefan Jenzer an der Hochschule für Musik Saar. Außerdem ist sie Mitglied in den Landesjugendorchestern des Bundes für Zupf- und Volksmusik Saar (BZVS). Im Saarländischen Jugendzupforchester spielt sie Mandoline und im Saarländischen Jugendgitarrenorchester Gitarre.

Beim diesjährigen Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ erhielt sie gleich zweimal die Höchstpunktzahl von 25 Punkten. Im Rahmen des Landespreisträgerkonzertes am 26. April in der Saarbrücker Musikhochschule ehrte sie der saarländische Kultusminister Ulrich Commerçon deshalb mit seinem Sonderpreis und überreichte eine eigens von der Kunsthochschule des Saarlandes angefertigte Vase.

Im Jahr 2014

Musicaldarsteller der Blindenschule Lebach berühren die Herzen des Publikums
»Hau-ruck, ruck-zuck komm` pack mit an» lauten die ersten Worte des musikalischen Auftaktes, die wohl auch das Motto des gesamten Musicalprojektes beschreiben. Schon der erste Blick auf die Bühne, die im wahrsten Sinne des Wortes sagenhafte Kulisse, die sichtbar hochmotivierten Schüler und die nicht minder gespannte Band The Soulfamily, lässt erahnen, wie viele Leute hier mit angepackt haben. All` diese Leute sind nun bereit. Bereit für den ganz großen Moment: die Uraufführung ihres eigens für sie komponierten Musicals.

Prominente Ehrengäste wie Intendant und Hausherr Professor Thomas Kleist und Schirmherr Andreas Storm, Minister für Soziales, würdigen die Veranstaltung über ihre Anwesenheit hinaus, mit äußerst herzlichen Grußworten. Als das Licht ausgeht und nur noch das Herzstück der Bühne beleuchtet ist, spürt man deutlich die Spannung der überwiegend jugendlichen Besucher im gut gefüllten Großen Sendesaal des Saarländischen Rundfunks.

Und los geht´s: Mit viel Schwung stellt der gesangsstarke Erzähler Marcel Bickelmann die Familie Braille vor, deren Familienmitglieder daraufhin auch selbst solistisch zu Wort kommen. In der Sattlerwerkstatt herrscht reges Treiben. Als der kleine Louis dort alleine zurück bleibt, kommt es zum Unfall. Schauspielerisch überzeugend und gesanglich hervorragend glänzt Hauptdarstellerin Miriam Rothhaar über alle Szenen hinweg. Auch die liebevolle Mutter, gespielt von Sofia Wittenstein und der umsorgende Vater, interpretiert von Frederik Lempke, geben vor allem im szenischen Spiel ein wunderbar harmonisches Team ab. Für einen absoluten Höhepunkt der Stimmung im Saal sorgen Rapper Marco Paul, Hairiz Hamza und Jens Feyand. Ihre authentischen Grooves, verstärkt durch den engagierten Einsatz des Chores, gehen auf das begeisterte Publikum über und werden mit tosendem Beifall belohnt. Nur wenige Minuten später werden die Zuschauer aufs Neue gepackt. Der sehnsuchtsvoll dargebotene »Traum vom Lesen« rührt das überwältigte Publikum zu Tränen.

Die nächste Überraschung lässt nicht lange auf sich warten. Während einem rockigen Band-Intermezzo, bei dem auch die Komponisten Carina Peitz und Matthias Nikola mitwirken, wird die aufwendig installierte Drehbühne von Kulissenbauer Johannes Becker gewendet. Die Protagonisten finden sich in einem Klassenzimmer des Pariser Blindeninstitutes wieder. Als der überaus strenge Lehrer M. Bernard, ausdrucksstark dargeboten von Dirk Mathies, das Klassenzimmer verlässt, geraten die Schüler wie im wahren Leben außer Rand und Band. Anstatt weiterhin Besen anzufertigen, kommt es zu einer spektakulären Besenperformance à la »Stomp«.

Der Vortrag des ehemaligen Soldaten M. Barbier, gespielt von Katrin Webel, verhindert das Donnerwetter. Barbier entwickelte eine Schrift, um militärische Nachrichten auch nachts im Dunkeln lesen zu können. Tastbar, aber zu kompliziert, lautet Louis Resümee.
Zurück in der Sattlerwerkstatt kommt es zur Lösung: »Nur Punkte. Ganz einfach sechs Punkte, angeordnet wie auf einem Würfel. Es sind sie: die SECHS RICHTIGEN!« Zur gleichnamigen abschließenden Erfolgs-Hymne stimmen alle mit ein. Dieser gute Laune Hit, bei dem neben dem exzellenten Chor erneut auch die überragenden Gesangssolisten brillieren, bringt den Saal noch ein letztes Mal zum Kochen.

Minister Storm ergreift ein weiteres Mal das Mikrofon, um dem phänomenalen Applaus und der lautstarken Forderung nach einer Zugabe, direkt an das Musicalteam gewandt, Ausdruck zu verleihen; verbunden mit der seinerseits formulierten Idee, dieses außergewöhnliche und in jeder Hinsicht gelungene Musicalprojekt deutschlandweit auf die Bühne zu bringen. Nun ist es an dem Musicalteam, insbesondere der Autorin und Projektleiterin Isabell Himbert, überwältigt zu sein: vom anhaltenden Schlussapplaus und derart positiven Rückmeldungen. Die anerkennenden Worte und Beifallsrufe werden mit einer abschließenden Zugabe belohnt.

Eine hoch erfolgreiche Uraufführung, die große Lust auf Fortsetzung macht. Diese lässt nicht lange auf sich warten: Am 24. Juli, 10:00 Uhr und 16:00 Uhr in der Stadthalle Lebach unter der Schirmherrschaft des Lebacher Bürgermeisters Klauspeter Brill.

Saarland meets USA – Begegnung verschiedener Musikkulturen

Am 25. Mai 2014 um 17.00 Uhr eröffnete das Saarländische Zupforchester (SZO), ein Landesorchester des Bundes für Zupf- und Volksmusik Saar e. V. (BZVS), mit Unterstützung der Europäischen Akademie Otzenhausen und der Stiftung europäische Kultur und Bildung den Reigen der Konzerte in seinem 60. Jubiläumsjahr in der Akademie. Es präsentierte in einem vielseitigen Programm gemeinsam mit dem befreundeten New American Mandolin Ensemble unter Mark Davis ein Konzert mit neuen Werken, erstmals auch in unterschiedlichen Besetzungen.

Das SZO zählt zu den führenden deutschen Orchestern seiner Art. Es genießt für sein ambitioniertes künstlerisches Wirken – auch als Kulturbotschafter des Saarlandes – hohes Ansehen und kann auf eine kontinuierliche Konzerttätigkeit, zahlreiche Tonträger und Rundfunkaufnahmen, regelmäßige Mitwirkung an europäischen Musikfestivals und internationale Konzertreisen (u. a. Japan, USA, Italien, Spanien und Frankreich) zurückblicken. Zum Jubiläumskonzert im Oktober erscheint die aktuelle CD „Facetten“. Die etwa 40 Spieler – darunter ein erfreulich hoher Anteil jugendlicher Musiker – stehen seit 1988 unter der Leitung des Konzertgitarristen und Komponisten Reiner Stutz.

Das New American Mandolin Ensemble (NAME) ist eine Vereinigung virtuoser Künstler, die sich der Aufführung originaler Kompositionen für Zupfmusik verschrieben haben. So spielt NAME sowohl Werke bekannter Komponisten, will aber auch zeitgenössische Zupfmusik aus den Vereinigten Staaten bekannt machen. Alle Ensemblemitglieder sind professionelle Musiker. Mark Davis, der Leiter von NAME, studierte unter anderem bei dem weltbekannten Gitarristen Siegfried Behrend, der auch lange Jahre Leiter des SZO war und dieses Orchester maßgeblich geprägt hat.

Im Jahr 2013

BZVS bietet seinen 200. Kurs an

Im Jubiläumsjahr 2013, in dem der Fachverband für Gitarren- und Mandolinenmusik, der Bund für Zupf- und Volksmusik Saar e.V. (BZVS), seinen 60. Geburtstag feiert, findet auch der 200. Musikkurs statt. Seit 1954 bietet der BZVS Aus- und Weiterbildungskurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Alter und Stand der Fähigkeiten am Instrument sind hierbei nebensächlich.

In den ersten Jahren fanden die Kurse im staatlichen Lehrgangsheim Rehlingen statt. Aus ganz Europa kamen namhafte Musiker ins Saarland und etablierten eine Zupfmusikhochburg die ihres Gleichen sucht. Um nur wenige zu nennen, prägten Siegfried Behrend, Takaschi Ochi, Prof. Jiri Jirmal, Marcel Wengler und viele andere die Spieltechnik und die Literaturauswahl für Zupforchester. Das Saarländische Zupforchester wurde als erstes Landesorchester in Deutschland überhaupt gegründet. Leo Clambour und später Bernhard Fromkorth organisierten die jährlichen Kurse und waren Teil des Dozententeams. Nach dem die kulturtreibenden Verbände das Lehrgangsheim räumen mussten, wurden die Kurse an wechselnden Standorten wie Lebach, Wallerfangen, Weiskirchen oder Dreisbach ausgerichtet. In 1989 fanden sich mit dem BZVS 5 musisch-kulturelle Verbände zusammen und gründeten die Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung im Saarland e.V. Das Internatsgebäude am Gymnasium in der Seminarstraße in Ottweiler wurde in Eigenregie umgebaut und hergerichtet. Seither hat auch der BZVS eine Heimat für seine seit Jahren angebotenen 4 Kurse und Seminare in Ottweiler gefunden. Dank der Fördermittel der Saarland Sporttoto GmbH können die Dozententeams unter den Hochschuldozenten Stefan Jenzer (Gitarre, Hochschule für Musik Saar) und Thomas Kronenberger (Selbstmanagement, Hochschule für Musik Saar) die durch die Gründerväter eingerichteten Kurse weiterentwickeln und erfolgreich weiterführen.

Aktuell besuchen über 80 Kinder (ab 8 Jahren) und Jugendliche die beiden Grundkurse in den Sommerferien. Das internationale „Ottweiler Gitarren- und Mandolinenseminar“ (OGMS) ist mit über 40 Teilnehmern aus aller Welt ein beliebter Treffpunkt für namhafte Dozenten und hervorragende Teilnehmer. Seit ein paar Jahren wird der OGMS von französischen, luxemburgischen, japanischen und venezolanischen Musikerinnen und Musiker regelmäßig gebucht.

Europäischer Musikverdienstorden für BZVS-Ehrenamtler
21. Februar 2013

Drei ehrenamtliche Mitglieder des Bundes für Zupf- und Volksmusik Saar e.V. (BZVS) erhielten in den vergangenen Monaten den „Ordre Europèen du Mérite Musical“ (Europäischer Musikverdienstorden). Der BZVS feiert in diesem Jahr sein 60. Jubiläum.

So sollte ein Jubiläumsjahr beginnen: Drei ehrenamtliche Zupfer des BZVS wurden mit dem europäischen Musikverdienstorden ausgezeichnet. Josef Schuh und Brigitte Schwarz erhielten die Auszeichnung zum Ritter des Ordens, Thomas Kronenberger wurde zum Offizier des Ordens ernannt.

Den Europäischen Orden des Musikverdienstes gibt es seit 1996. Ziel der Stiftung des Ordens ist die Förderung des Musiklebens in Europa. Es werden drei Ehrenstufen unterschieden: die „Europäische Ehrennadel“, die Medaille in der „Ehrenstufe des Ritters“ mit Ernennung zum Ritter des Ordens und die Medaille in der „Ehrenstufe des Offiziers“, mit Ernennung zum Offizier des Ordens.

Mit dem Orden werden Bürgerinnen und Bürger Europas in ihren Verdiensten um die Chor- und Instrumentalmusik ausgezeichnet. Vorgeschlagen werden können sowohl die in den Vereinen aktiven Mitglieder als auch Körperschaften und Personen, die sich um die Förderung der Verbände verdient gemacht haben.

Eine der drei Auszeichnungen ging an Brigitte Schwarz. Sie ist seit über 50 Jahren aktiv für die saarländische Zupfmusik unterwegs und leitet seit Anfang 2012 auch das erste Landesseniorenorchester in Deutschland, das Saarländische Seniorenzupforchester. Schwarz leitet darüber hinaus noch zwei weitere Orchester und ist Mandolinendozentin an der Musikschule Merzig. Am Samstag, dem 5. Januar 2013, wurde sie im Rahmen des BZVS-Neujahrskonzertes in der Landesakademie in Ottweiler von der Staatssekretärin des Ministeriums für Bildung und Kultur Andrea Becker zum Ritter des Ordens ernannt.
Ebenfalls Ritter des Ordens ist seit November vergangenen Jahres Josef Schuh. Er ist Mitglied des Gründungsvorstandes des BZVS e.V. und somit seit über 60 Jahren als Förderer der saarländischen Zupfmusik aktiv. Aktuell ist Schuh Projektleiter des Landesseniorenorchesters und der Konzerte für das Jubiläumsjahr 2013, die unter dem Motto „60 Jahre BZVS e.V.“ stehen.

Die dritte Auszeichnung erhielt Thomas Kronenberger. Er ist seit 40 Jahren Mitglied des BZVS und seit 1982 im Landesvorstand aktiv – zunächst als Jugendleiter, später als Vizepräsident und bis heute als Präsident des Verbandes. Seit dieser Zeit ist er auch der Vertreter des BZVS in der Union Musicale Interrégionale (UMI) und Hauptausschussmitglied im Bund Deutscher Zupfmusiker (BDZ). Seit 2012 leitet Kronenberger diesen Bundesverband mit 20.000 Mitgliedern. Im Oktober 2012 wurde er ins Präsidium der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO) berufen, die mit 1,7 Millionen Mitgliedern der größte Verband seiner Art in Deutschland ist.

Der BZVS feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag. Der Verband präsentiert sich aus diesem Anlass in insgesamt 13 Konzerten.

60 Jahre Zupfmusik im Saarland

Der Bund für Zupf- und Volksmusik Saar e.V. (BZVS) feierte im Jahr 2013 seinen 60. Geburtstag. Der Verband präsentierte sich aus diesem Anlass in insgesamt 13 Konzerten. Unter den 50 mitwirkenden Ensembles fanden sich sowohl zahlreiche Jugendensembles als auch das in 2009 gegründete erste Landeseniorenorchester Deutschlands, das Saarländische Seniorenzupforchester.

Der BZVS, Fachverband für Gitarren- und Mandolinenmusik im Saarland, wurde 1953 gegründet. Bis heute sind mehr als 45 Vereine mit über 70 Ensembles Mitglied.
Die Jugendarbeit steht beim BZVS im Vordergrund. Das Ergebnis der qualifizierten Arbeit in den Vereinen vor Ort zeigt sich in diesem Bereich durch die vier Landesorchester und die vielen „Jugend musiziert“-Preise auf Landes- und Bundesebene. Die professionell und hochwertig gestalteten BZVS-Sommerkurse mit über 150 Teilnehmern ergänzen die Aus- und Weiterbildung der Musiker. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Arbeit für und mit Senioren. So findet zum Beispiel jedes Jahr das Landesmusikfest der „Jungen Alten“ mit über 500 Gästen statt.

Das Saarländische Zupforchester (SZO), das älteste Landesorchester in Deutschland, feiert sein 60-jähriges Jubiläum in 2014 und wird in einigen Jubiläumskonzerten des Verbandes dabei sein. Ebenso sind die beiden Landesjugendorchester des BZVS, das Saarländische Jugendzupforchester (SJZO) und das Saarländische Jugendgitarrenorchester (SJGO) in zahlreichen Konzerten mit von der Partie. Mit über 50 aktiven Musikerinnen und Musiker im Alter von 12 bis 20 Jahren sind sie die jüngsten Landesjugendorchester im Bereich Zupfmusik in Deutschland.

Seit seiner Gründung ist der BZVS auch über die Grenzen des Saarlandes hinaus aktiv. So ist der Verband Gründungsmitglied der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO) und der Bundesakademie in Trossingen. Außerdem ist er Mitbegründer der Union Musicale Interrégionale (UMI) Luxembourg und treibt so die musikalischen Beziehungen im Saar-Lor-Lux Raum mit nach vorne.

Gefeiert wird in allen Konzerten unter dem Motto „60 Jahre BZVS“. Los ging es am Samstag, 5. Januar 2013, mit dem Neujahrsempfang in der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung e.V. in Ottweiler. Der Jugendrat des BZVS begleitet die Konzerte mit Infoständen, an denen die Chronik des Verbandes auf Plakatwänden zu sehen ist.

Im Jahr 2012

BZVS erhält Walbusch-Spende in Höhe von 5000 Euro

Der Bund für Zupf- und Volksmusik Saar e.V. (BZVS) erhält in diesem Jahr mit seinem generationenübergreifenden Kurs „Guitar and Mandolin – Just for run“ eine Spende der Firma Walbusch in Höhe von 5000 Euro. Der Preis wird am Dienstag, dem 27. November 2012, um 13 Uhr in der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung in Ottweiler verliehen.
Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen, das ist für die Inhaberfamilie Busch, die Geschäftsführung und alle Walbusch-Mitarbeiter ein zentrales Anliegen. Die drei Schwerpunkte des Engagements sind die Förderung von Kindern und Jugendlichen, die Unterstützung von demenzkranken Senioren und die Förderung von Kunst und Kultur. Mit der Aktion „Walbusch hilft helfen“ werden so jedes Jahr zehn Projekte mit einer Spende in Höhe von jeweils 5.000 Euro ausgezeichnet.

Dieses Jahr wurde der BZVS mit seinem generationenübergreifenden Kurs „Guitar and Mandolin – Just for fun“ ausgewählt. Der Kurs für Alt und Jung findet jeweils ein Wochenende lang in der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung in Ottweiler statt. Den Teilnehmern wird unter anderem Einzelunterricht unter der Leitung erfahrener Musiker geboten. Der Schwerpunkt liegt aber vor allem auf dem Ensemble- und Orchesterspiel.
Frau Schiller von der Geschäftsführung der Firma Walbusch wird den Scheck über 5000 Euro am Dienstag, dem 27. November 2012, in einer feierlichen Stunde in der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung in Ottweiler an den Präsidenten des BZVS überreichen.

Im Jahr 2011

10. Bundesmusikfest „Junge Alte“ des BZVS am 19.06.2011

Zum wiederholten Mal lud der Projektleiter des BZVS e.V. Josef Schuh die Musikfreunde der Zupfmusik zum 10. Bundesmusikfest nach Saarhölzbach in die Saartalhalle ein.

Mit 10 Jahren Musikfest der „Jungen Alten“ und 90 Jahren Mandolinenclub“ Wanderlust“ 1921 Saarhölzbach e.V. feierten der gastgebende Traditionsverein und die in der saarländischen Zupfmusik fest etablierte Veranstaltung gemeinsam, am 19. Juni 2011, 100 Jahre saarländische Zupfmusikgeschichte.

Im BZVS war schon immer die Jugendförderung ein wesentlicher Schwerpunkt in der Verbandsarbeit. Im Sinne des demographischen Wandels wuchs im Laufe der vergangenen Jahre eine zweite tragende Säule, die Seniorenarbeit, heran. An dieser Entwicklung hat Josef Schuh, der Vorsitzende des Fördervereins der Saarländischen Landeszupforchester, einen erheblichen Anteil. Eine seiner bedeutendsten Initiativen in diesem Bereich ist das Bundesmusikfest der „Jungen Alten“ das in diesem Jahr zum 10. Mal stattfand.

Dieses kleine Jubiläum wurde gemeinsam mit einem großen Jubiläum, dem 90-jährigen Bestehen des gastgebenden Mandolinenclubs „Wanderlust 1921 Saarhölzbach“ gefeiert. Der Traditionsverein präsentiert sich mit 105 Mitgliedern auch nach 90 Jahren noch als junggebliebener und aktiver Verein. Neben dem, aus 33 Musikern bestehenden Orchester unter Leitung von Albert Kreutz, das den musikalischen Auftakt an diesem Festakt darbot, wirkten zahlreiche engagierte Helfer nun schon zum zweiten Mal für den Tag der „Jungen Alten“ in Saarhölzbach mit. Das Team des Mandolinenclubs hatte sich bereits im Jahr 2004 bei dieser Veranstaltung bewährt.

Nach dem Festgottesdienst, der um 10Uhr in der Pfarrkirche „St. Antonius“ stattfand, musikalisch begleitet durch den Mandolinenclub „Wanderlust“ 1921 Saarhölzbach, wurde Regionales „Vom Lande frisch auf den Tisch“ serviert.

Nach der Eröffnung durch den gastgebenden Verein gaben sich fünf Gastvereine ein musikalisches Stelldichein.

Begrüßt werden konnten:
  • der Gitarrenchor Bous unter der Leitung von Birgit Bernardi
  • das Mandolinenorchester „Frohsinn“ Altforweiler unter der Leitung von Eva-Maria Ehl und Margarit Zöllner
  • der Gitarrenchor Wiebelskirchen unter der Leitung von Petra Bittner
  • Zupforchester Friedrichweiler unter der Leitung von Isabel Himbert und Annerose Hümbert
  • Saarländische Seniorenzupforchester unter der Leitung von Otto Kunz

Zum Finale spielten und sangen die zwischen 60 und 85 Jahre jungen Senioren des Saarländischen Seniorenzupforchester, ihre traditionelle und volkstümliche Musik, die die Zuhörer begeistete und ansteckte.

Das Saarländische Seniorenzupforchester, das anlässlich des 8. Bundesmusikfestes im Jahr 2009 gegründet wurde und heute, wie vor zwei Jahren, den Leitgedanken der Veranstaltung und ihrer Initiatoren Josef Schuh und Thomas Kronenberger – ein Musikfest der „Jungen Alten“ – symbolisiert.

Der Mandolinenclub „Wanderlust“ 1921 Saarhölzbach e.V. bedankt sich bei allen, die zum guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, besonders allen Besuchern, Mitwirkenden, Helfern und den Sponsoren.

Sabine Hoffmann

Der Gesamtvorstand des BZVS e.V. war begeistert von der nahezu perfekten Organisation des Bundesmusikfestes in Saarhölzbach und bedankt sich ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern sowie den Vorstandsmitgliedern des MC Saarhölzbach. Ein tolles Fest!

Thomas Kronenberger

Grußwort

Josef Schuh, Ehren- und Gründungsmitglied des BZVS e.V.

 

Der Mandolinenclub „Wanderslust 1921 Saarhölzbach“ mit seinem rührigen Vorsitzenden Hubertus Kirsch, den jungen, engagierten, starken Frauen im Vorstand, den Mitgliedern des Vorstandes, seinem Dirigenten Albert Kreuz, den aktiven ZupfmusikerInnen danke ich, dass sie den Tag der „Jungen Alten“ zum 2. Mal hier in Saarhölzbach ausrichten.Herzlichen Glückwunsch auch zum 90-jährigen Jubiläumsfest im Jahr 2011, das Sie bereits am Samstag, den 18.06.11 mit einer Geburtstagsparty eröffnet haben.

Ich danke Ihnen, dass Sie unseren Tag der „Jungen Alten“ mit einem Gottesdienst begonnen haben, denn Musik und Gesang ist doppelt gebetet.

Wir haben bereits die Möglichkeit, das 4. Bundesmusikfest der „Jungen Alten“ im Jahr 2004 hier in Saarhölzbach zu feiern mit einem Verein, der Wandern und Zupfmusik pflegt, die nunmehr seit mehreren Generationen hier in Saarhölzbach gelebt und auch gefördert wird. Dafür ein großes Dankeschön an alle Aktiven und Inaktiven, die dem Verein treu geblieben sind als Spieler oder Mitglieder bzw. Sponsoren.

Ein schönes Alter für diesen jung gebliebenen und erfolgreichen Verein, der es verstanden hat, die Zupfmusik hier an der schönen Saar, im Merziger Land, in Saarhölzbach, zu erhalten und an die Kinder ihrer Kinder weiterzugeben.

Ich danke auch den mitwirkenden Vereinen aus dem Saarland, die durch ihre Teilnahme das 10. Bundesmusikfest der „Jungen Alten“ unterstützen.

Weiterhin freue ich mich, dass wir im Jahr 2010 das Saarländische Seniorenzupforchester unter der Leitung von Otto Kunz beim Bundesmusikfest in Bliesen offiziell vorstellen konnten. Dieses Seniorenorchester der „Jungen Alten“ ist heute ebenfalls mit dabei und ich möchte hier allen Spielerinnen und Spielern und dem Dirigenten danken, dass sie das Jubiläum des Vereins in Saarhölzbach und unser Bundesmusikfest mitgestalten.

Herzlichen Dank auch nochmals an den Jubiläumsverein hier in Saarhölzbach mit seinen Helferinnen und Helfern sowie allen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben. Es soll ein tag der Zupfmusik werden für unsere „Jungen Alten“, die Kinder ihrer Kinder und natürlich für alle Aktiven im BZVS.

Einem anderen eine Freude machen, kann viel Vergnügen bereiten.
Das Alte sollten wir lieben, aber für das Neue sollten wir Leben!

Ich wünsche allen Besuchern sowie den Orchestern einen schönen Tag in Saarhölzbach unter Zupfmusikfreunden.

Josef Schuh

Vorsitzender des Fördervereins Saarländischer Zupforchester e.V.

Im Jahr 2010

eurofestival zupfmusik 2010 des BDZ e.V. in Bruchsal

vom 03.-06. Juni 2010 DER BERICHT

1.500 aktive Teilnehmer waren aus der ganzen Welt angereist

weitere Infos im Blog: eurofestival zupfmusik

ein kleiner Eindruck im TV

Konzerte mit saarländischer Beteiligung:

03.06.2010 – 14:30 Uhr
Konzert des Saarländischen Jugendgitarrenorchesters
Kleiner Saal im Bürgerzentrum Bruchsal

04.06.2010 – 14:30 Uhr
Konzert des Saarländischen Jugendzupforchesters
Grosser Salr im Bürgerzentrum Bruchsal

05.06.2010 – 14:30 Uhr
Konzert Zupforchester Friedrichstal
Kleiner Saal im Bürgerzentrum Bruchsal

05.06.2010 – 14:30 Uhr
Konzert Zupforchester Friedrichweiler
Grosser Saal im Bürgerzentrum Bruchsal

05.06.2010 – 19:00 Uhr
Konzert Gitarrenensemble Saarbrücken
Kleiner Saal im Bürgerzentrum Bruchsal

05.06.2010 – 19:00 Uhr
Konzert des Saarländischen Zupforchesters
Grosser Saal im Bürgerzentrum Bruchsal

Im Jahr 2009

Saarländischen Seniorenorchesters (SSZO)

Die letzte Probe des SSZO war
am 17. Oktober  2009 ab 14.30 Uhr
Gasthaus Bäcker’sch, Hauptstrasse in Urexweiler

Die Proben in 2010 werden noch festgelegt.

Interssierte Mandolinen- und Mandolaspieler, Gitarristen und Bassisten sind herzlich eingeladen, sich dem Saarländischen Seniorenorchester anzuschliessen.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit unserem Büro auf:

BZVS Büro
Adi Meyer
Am Kastelberg 13
66578 Schiffweiler
Telefon: 06821/ 9644575
Telefax: 06821/ 9644973
Email schreiben

 

8. Bundesmusikfest „junge Alte“ in Bliesen 13. September 2009

13.09.2009 – ganztägig
8. Bundesmusikfest „Tag der jungen Alten“ in Bliesen, Sport- und Kulturhalle
Schirmherrschaft Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer
10:30 Uhr Heilige Messe im Bliestaldom in Bliesen
12:00 – 13:30 Uhr Mittagstisch von Sternekoch Alexander Kunz für 6 Euro pro Person
13:30 Uhr Eröffnung durch dasMandolinenorchester Bliesen
14:00 Uhr Gitarrenchor Bous
14:30 Uhr Mandolinenorchester Siersburg
15:00 Uhr Mandolinenorchester Saarhölzbach
15:30 Uhr Mandolinenorchester Niederwürzbach
16:00 Uhr Mandolinenorchester Altforweiler
16:30 Uhr Gitarrenorchester „Flinke Finger“
17:00 Uhr Mandolinenorchester Illingen
17:30 Uhr Seniorenorchester Urexweiler
18:00 Uhr Finale mit allen die im saarländischen Seniorenzupforchester spielen wollen unter der Leitung von Otto Kunz
Kaffee und Kuchen sowie Getränkeverkauf  durch die kath. Frauengemeinschaft

Den Flyer mit Programm und Grußworten können Sie hier ansehen.

Ansprechpartner: Herr Josef Schuh

Im Jahr 2007

7. Bundesmusikfest „Junge Alte 2007“

Presseberichte

Ein Fest der Begegnungen

Tag der „jungen Alten“ am 2. September in Uberherrn
UBERHERRN Am Sonntag, 2. September, ladt das Mandolinenorchester „Frohsinn“ Altforweiler gemeinsam mit dem Bund fur Zupf- und Volksmusik Saar in die Kulturhalle Uberherrn zum 7. Bundesmusikfest, dem Tag der „Jungen Alten“ ein. Uberherrn ist dann Mittelpunkt der Zupfmusikerszene und zahlreiche Mandolinenorchester, Gitarrenensembles und andere Musikgruppen zusammenfuhren. Eroffnet wird das Fest mit einem feierlichen Gottesdienst um 11 Uhr in der Pfarrkirche St. Matthias“ in Altforweiler. Er wird vom Mandolinenorchester Altforweiler mitgestaltet. Nach der Messe geht’s in der Kulturhalle Uberherrn weiter. Hier konnen sich die Besucher zur Mittagszeit starken. Um 14 Uhr wird der musikalische Teil durch das gastgebende Mandolinenorchester unter der Leitung seines Dirigenten Hubert Zollner eroffnet.
Motto des Festes: „Musik – Sprache der Nationen“
Zehn Vereinsorchester, die aktiv am Fest teilnehmen, darunter so bekannte wie das Cercle Mandoliniste Transfrontalier, das Sandoval Gallic Trio, das Mandolino Transfrontalier Junior, die Preistrager 2006/2007 „Jugend musiziert“, das Saarlandische Zupforchester u.a., garantieren einen kurzweiligen Nachmittag. Besonders gespannt darf man auf die russischen Vollblutprofis, das Kunstlerehepaar Tatjana Ossipova (Mandolie) und Valerij Ossipov (Gitarre), sein. Als weithin bekanntes und geschatztes „Duo Concertino“ versetzen sie mit ihrem virtuosen Konnen die Zuhorer immer wieder in Staunen. Da sich hier vier Generationen aus mehreren Nationen begegnen, wird auch das Bundesmusikfest zu einem Fest der Begegnungen unter dem Motto: „Musik – Sprache der Nationen“.

Konzertsonntag der saarlandischen Zupfmusiker in Uberherrn

Die Kulturhalle in Uberherrn ist am Sonntag der Schauplatz eines Landes-Musikfestes: Der Bund fur Zupf- und Volksmusik Saar feiert dort sein siebtes Landesmusikfest unter dem charmanten Titel „Junge Alte“.
Von SZ-Redakteur Johannes Werres

Uberherrn. Wahrend viele Musikvereine im Land diskret zu verstecken suchen, dass ein erheblicher Teil ihrer Aktiven nicht mehr zu den Jungen zahlt, macht es der Bund fur Zupf- und Volksmusik Saar (BZVS) umgekehrt: „Junge Alte“ heist deren Landes-Musikfest an diesem Sonntag in Uberherrn ganz offensiv. „Unser Orchesterteam besteht zu einem grosen Teil aus Spielerinnen und Spielern, die bereits seit den funfziger und sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts musizieren“, sagt beispielsweise Eva-Maria Ehl, Vorsitzende des gastgebenden Mandolinenorchesters Frohsinn Uberherrn. „Wir wollen ins Bewusstsein bringen, dass die Alteren gemeinsam mit drei bis vier Generationen auftreten. Musizieren halt jung, und die musikalischen Herausforderungen zeigen, wie wichtig der Beitrag der Aperen fur den Verein ist.“ Frohsinn-Dirigent Hubert Zollner etwa ist seit einem halben Jahrhundert im Amt. Das Bekenntnis zur Bedeutung der Alteren in den Ensembles verhindert offenbar nicht, dass immer wieder neue junge Leute zur Zupfmusik stosen. Das zeigt der Blick auf Pramierungen bei „Jugend musiziert“ oder die Besetzung des Saarlandischen Zupforchesters. Ehl: „Es ist nicht einfach, junge Leute zu finden, zumal die Mandoline hohe Anforderungen stellt.“ Das Repertoire der Zupfer reicht von Klassik uber Folklore bis zu zeitgenossischer Unterhaltungsmusik. Gespielt werden vor allem Mandolinen, Mandolen, Gitarren und Bass.

Kostproben
Die Konzerte des Treffens im Kulturhaus Uberherrn sind offentlich. Um 14 Uhr eroffnet „Frohsinn“. Das Zupfensemble „Rondoletto“ aus Puttlingen folgt um 14.45 Uhr, um 15.30 Uhr das Duo Concertino mit zwei russischen Ausbildern des BZVS. Aus Wemmetswei-ler kommen um 16 Uhr die Volksmusikfreunde Alpenrose. Eine halbe Stunde danach spielt der Cercle Mandoliniste Transfontalier aus Metz auf. Eine halbe Stunde Kostproben geben um 18 Uhr Preistrager von „Jugend musiziert.“ Um 18.30 spielt dann das Saarlandische Zupforchester. Der Eintritt ist frei.

7. Bundesmusikfest „Junge Alte“ 2007 – Einladung

Einladung

zum 7. Bundesmusikfest „Junge Alte“ 2007 im BZVS e.V am Sonntag, dem 2.9.2007 mit dem Mandolinenorchester „Frohsinn“ Altforweiler.

Das Mandolinenorchester „Frohsinn“ Altforweiler unter seiner Vorsitzenden, Frau Eva Ehl sowie der Beisitzerin im BZVS, Frau Anne Jung und dem Dirigenten Hubert Zöllner sowie den aktiven Zupfmusikern des Vereins bieten uns im Jahr 2007 die möglichkeit, das 7. Bundesmusikfest der „jungen Alten“ an der Grenze zu Frankreich in der Kulturhalle in Überherrn durchzuführen. Ein herzliches Willkommen entbiete ich allen Orchestern aus dem Saarland, Luxemburg und Frankreich.

50 Jahre Saarland schön dass Du da bist.

Unter diesem Motto finden im Saarland sowie im SaarLorLux- Raum viele Veranstaltungen statt. Auch wir wollen dazu beitragen, denn die Zupfmusik im Saarland, insbesondere in Altforweiler, hat über die Grenzen hinaus bewiesen, dass sie etwas bewegen kann, wenn wir alle Kräfte bündeln und gemeinsam in der Kulturlandschaft des Saarlandes auftreten. Eine Veranstaltung dieser Art muss von langer Hand geplant und organisiert werden. Viele haben sich dafür eingesetzt, dass der Besuch zu einem Erlebnis wird. Allen Helferinnen und Helfern, sowie den aktiven Musikern danke ich für den Einsatz. Es soll ein Tag der Zupfmusik werden für unsere „Jungen Alten“, die Kinder ihrer Kinder und natürlich für alle Aktiven im BZVS. Einem anderen eine Freude machen, kann viel Vergnügen bereiten. Das Alte sollten wir lieben, aber für das Neue sollten wir leben!
Ich wünsche allen Besuchern sowie Orchestern einen schönen Tag in Altforweiler unter Zupfmusikfreunden.

Josef Schuh
Vorsitzender des Fördervereins SZO

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Festprogramm

11.00 Uhr    Festgottesdienst in der katholischen Kirche „St. Matthias“ Altforweiler, Felsbergstraße, unter Mitwirkung des Mandolinenorchesters Altforweiler unter der Leitung von Hubert Zöllner. Wir gedenken im Gottesdienst der Verstorbenen des Vereins.

12.00 Uhr    Wir treffen uns im Kulturhaus Überherrn (Parkplätze sind vorhanden).

12.30 Uhr    Mittagstisch „Vom Lande frisch auf den Tisch“- hausgemachter Kartoffelsalat und Wiener Würstchen, anschließend Kaffee mit selbstgebackenem Hausfrauenkuchen und Getränken

14.00 Uhr    Eröffnung des 7. Bundesmusikfestes der „Jungen Alten“ mit dem Mandolinenorchester „Frohsinn“ Altforweiler unter der Leitung von Hubert Zöllner.

14.45 Uhr    Zupfensemble „Rondoletto“ unter Leitung von Brigitte Schwarz.

15.30 Uhr    Duo Concertino – Valerij und Tatiana Ossipov

16.00 Uhr    Volksmusikfreunde „Alpenrose“ Wemmetsweiler – Leitung Harald Tybl

16.30 Uhr    Cercle Mandoliniste Transfrontalier – Leitung Jos Rinaldis Mandolino Transfrontalier Junior – Leitung Ricardo Sandova Sandoval Gallic Trio (Matthias Collet (Guitare), Donald Regnier (Bass) und Ricardo Sandoval (Mandoline) machen virtuose Saitenmusik aus Lateinamerika und Europa)

18.00 Uhr    „Jugend musiziert“ (Preisträger 2006/2007)

18.30 Uhr    Saarländisches Zupforchester unter Leitung von Reiner Stutz

Europawoche 2007

vom 04.05. bis 10.05.2007

Bericht

„Musik als Sprache der europäischen Jugend“ 2007

Als der Antrag auf Förderung in Luxemburg als Projekt innerhalb der Kulturhauptstadt Europas 2007 Anfang 2006 gestellt wurde, war das Ziel klar: die 2. Projektwoche nach 2005 soll ein Europäisches Jugendzupforchester hervorbringen.

Nun bei der Anreise am 04.05.07 in der Europäischen Akademie Otzenhausen (EAO) sah das Ganze anders aus. 45 Teilnehmer mit verschiedenen Nationalitäten reisten mit Ihnen Instrumenten wie Akkordeon, Blechbläser, Sax, Blockflöten, E-Gitarren, Jazz-Gitarren sowie Mandolinen und Gitarren an. Der Leiter, Thomas Kronenberger hat das Konzept aus Mangel an Zupfer-Anmeldungen kurzerhand umgeschrieben. Seit 2001 findet diese Jugendbegegnung nun innerhalb der Europawoche der Staatkanzlei statt, aber das hatte es bisher noch nicht gegeben. Wie sollte daraus ein gut klingendes Orchester entstehen? Gibt es hierfür überhaupt Literatur?

Nachdem die Dozenten vorgestellt waren
Barbara Deinsberger, Blockflöte
Verena Braun, Akkordeon
Denise Wambsganß, Zupfensemble
Matthias Nikola, Gitarre
Roland Gebhard, E- Gitarre
Guido Mohrbach, Blasmusik
Birgit Bernardi, Betreuung

Begannen gleich in den unterschiedlichen Seminarräumen der EAO die Ensembleproben. Literatur wurde besprochen und ausprobiert, die Kennenslernphase war schnell erledigt, denn Musiker benötigen keine großen Vorstellungsrunden oder Schnupperzeiten, es wird einfach über die Musik kommuniziert. Mit zwang, musste so der 1. Abend gegen 22h abgebrochen werden, damit sich alle im Eurobistro bei Lilli in gemütlicher Runde einfinden konnten. Ein Klasse Haus die EAO, das wurde auch durch die moderne geschmackvolle Bistroeinrichtung klar. Lud doch ein Billardtisch und zwei Kegelbahnen zum entspannen ein. Birgit und Thomas hatten Spiele mitgebracht, die sich im laufe der Woche noch als sehr begehrt herausstellen sollten. Es geht einfach nix über den Knotenknut beim Tabu oder Ligretto in den späten Nachtstunden.

Fast schon Luxuriös waren die Einzel- und Doppelzimmer im Haus C, so gar nicht dem guten Standart der Landesakademie in Ottweiler vergleichbar. 3 Sterne-Kongresshotel wohl eher. Wie konnte die Woche für die Teilnehmer kostenfrei sein?

Bei der morgendlichen Begrüßung stellte Thomas Kronenberger die Finanziers vor und schnell wurde jedem klar, dass dieses Projekt gute Geldgeber und Gönner hatte. Verdient wohlgemerkt, denn so ein internationaler Austausch auf hohem Niveau hat seine Daseinsberechtigung. Im Einzelnen haben sich beteiligt:

– Europäische Akademie Otzenhausen
– Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung in Ottweiler
– Landesmusikrat Saar
– Kulturhauptstadt Europas 2007, Luxemburg und die Großregion
– Staatkanzlei des Saarlandes
– Bundesministerium für Jugendarbeit

Und die Organisation und die Gesamtleitung hatten:
– der VDM, Verband Deutscher Musikschulen, Landesverband Saar
– der BZVS, Bund für Zupf- und Volksmusik Saar

Allen sei herzlich gedankt, dass dieses Jugendprojekt nun seit 2001 jährlich durchgeführt werden kann.

So wurde täglich von 9 – 12h, von 14.30- 16h und von 16.30- 18.30h sowie nochmals von 20 – 22h geprobt. Schnell haben sich die Instrumentengattungen gemischt und es entstanden spannende Ensemble. Die Dozenten machten sich daran, ein Stück für alle im großen Orchester zu arrangieren und es gelang so gut, dass es der tägliche Renner wurde. Nach den Proben fanden Kegelturniere und Billardspiele statt und die Nächte wurden mit Knotenkut so richtig lange. All dies gab keinen Abbruch für die Konzerte, die die einzelnen Ensembles und das große Orchester dann in der Basilika zu Echternach und im Europäum der EAO gaben. Der Schirmherr, Minister Karl Rauber war begeistert. Zusammen mit Teilnehmern des Jugendforums lauschte er den Ergebnissen der wenigen Tage Probenarbeit und sprach dem Leiter Thomas Kronenberger sein Kompliment für diese hörenswerte Arbeit aus. Schade nur, dass die Einladung zum grillen mit Minister in diesem Jahr nicht stattfand. Die Teilnehmer hätten sich das gewünscht und auch verdient. Da muss dann in 2008 nachgebessert werden.

Neben den beiden Konzerten war auch der Saarländische Rundfunk interessiert, dieses Projekt auf SR 2 und SR 3 vorzustellen. So gab es eine interessante Sendung im „Singenden, klingenden Dreiländereck“ Freitags auf SR 3 und eine tolle Sendung „Musik an der Saar“ auf SR 2. Hierfür wurden Interview und Lifemitschnitte im Vorfeld in der EAO gefertigt und zu einer klasse Sendung zusammen gebaut. Vielen Dank an den SR, Nike Keisinger und ihr klasse Team. So muss ein solches Projekt vermarktet werden.

Bleibt nur allen die nicht daran teilgenommen haben zu sagen: viel verpasst, sehr schade, und das nächste Mal gleich anmelden und dabei sei, wenn es heißt: „Musik als Sprache der Europäischen Jugend“. (red)

Ausschreibung

Die Ausschreibungen können als *.pdf-Datei gespeichert werden:

Deutsche Ausschreibung
Englische Ausschreibung
Französische Ausschreibung
Italienische Ausschreibung

Im Jahr 2006

SZO Ehemalige Matinee 2006

Pressebericht

Probenphase des SZO zusammen mit den ehemaligen Spielern des SZO

Am letzten April-Wochenende 2006 trafen sich in der saarländischen Landesakademie in Ottweiler die heutigen und ehemaligen Spieler des Saarländischen Zupforchesters. So bekannte Musiker wie Sylvia und Takashi Ochi, Marcel Wengler, Karin und Bernhard Fromkorth, Günther Siegwart, Edwin Mertes, Tadashi Sasaki und viele viele andere, die unter der Ägide von Siegfried Behrend und Marcel Wengler gemeinsam im Saarländischen Zupforchester musizierten, folgten begeistert der Einladung, zusammen mit den heutigen Spielern ein gemeinsames Probenwochenende mit anschließendem Konzert zu gestalten.
Nach der Anreise am Freitag abend wurden erst einmal Erfahrungen und alte Erinnerungen ausgetauscht. Samstags probten die beiden Orchester zuerst getrennt ihre unterschiedlichen Programme und fanden sich dann abends zu einer denkwürdigen gemeinsamen Probe unter Leitung von Marcel Wengler zusammen. Es war ein erhebendes Gefühl, mehr als 50 Spieler aus verschiedenen Generationen und Altersstufen (von 17 bis 70) zusammen in einer Probe zu erleben. Anschließend wurden im gemütlichen Teil alte Bilder gezeigt und auch für die jungen Spieler waren die Anekdoten und Erlebnisse der älteren Generation ein Erlebnis.
Sonntags morgens startete nach einer kurzen Generalprobe um 11 Uhr die gemeinsame Matinee. Das „ehemaligen-SZO“ unter der Leitung von Bernhard Fromkorth begann mit je einem Werk von Hans Schmitt und J.F. Edelmann (Cembalo-Konzert mit Günther Siegwart am Cembalo), danach übernahm Marcel Wengler den Dirigierstab und leitete Brauns Suite Nr.1, sein eigenes Werk „Maikäfer flieg“ und die Uraufführung eines neuen Werkes von Edwin Mertes – Cinco Florinhas. Erstaunlich, auf welch professionellem Niveau nach nur einem Probentag musiziert wurde!
Das Heutige SZO unter der Leitung von Reiner Stutz bestritt den zweiten Teil mit Novemberfest von Yasuo Kuwahara und dem Mandolinenkonzert von Raffaele Calace. Das Orchester und die Solistin Tatjana Ossipova, die dieses Werk auch für Zupforchester bearbeitet hat, waren bestens auf einander eingespielt und die Solistin begeisterte die Zuhörer mit ihrer Virtuosität.
Mit einem kleinen Umtrunk endete die Matinee und anschließend sollte die Verabschiedung und Abreise sein, die sich jedoch sehr in die Länge zog, da sich alle immer noch viel zu erzählen hatten!

Eurofestival der Zupfmusik 2006

Berichte

Eurofestival in Bamberg Mai 2006

  Dieses Jahr fand wieder ein Eurofestival des BDZ statt und natürlich haben sich auch drei saarländische Orchester auf den Weg nach Bamberg gemacht, um viele neue Eindrücke zu sammeln und unseren Verband zwischen vielen anderen Orchestern zu vertreten. Neben dem SZO und dem SJZO war auch der Gitarrenchor Bous dabei. Wir waren also nicht nur Zuhörer sondern hatten auch selbst die Chance vor einem großen Publikum unser Können unter Beweis zu stellen.
Während unseres Aufenthaltes in Bamberg und des Besuchs vieler schöner interessanter Konzerte und Workshops wurde wieder klar, was man in Alltagstrott aus Konzerten und Proben leicht vergisst: die unglaubliche Kraft der Musik die Fantasie der Zuhörer zu beflügeln und jeden einzelnen auf eine wunderbare Reise zu schicken. Man reist von einem Kontinent zum anderen ohne Jetlag und Platzkämpfe in der Touristenklasse und alles ganz umsonst. Selbst die Zeit ist kein Hindernis; im Gegensatz zu allen Wissenschaftlern beherrschen Musiker das Reisen durch die Zeit schon seit Jahrhunderten, ohne dazu irgendwelche armen Teilchen in riesigen unterirdischen Tunnel nahe an die Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen. Man braucht nur ein bisschen Mut, um im Konzert einfach die Augen zu schließen und sich forttragen zu lassen. Mindestens genauso spannend ist es, wenn man als Spieler auf der Bühne sitzt und das Publikum mitnimmt, um ihm die Orte, die man in monatelangem Proben in allen Details gezeichnet hat, zu zeigen.
Aber natürlich waren wir nicht nur Reiseführer sondern auch Reisende. Japanische und chinesische Musiker haben uns nach Asien mitgenommen, wo wir Festen und Naturschauspielen beigewohnt haben. Bei der Musik italienischer Orchester haben wir zu Beginn des letzten Jahrhunderts in Venedig in einem Cafe gesessen, und beim Klang der Zupforchester Essen und Kirchhellen am Broadway Musicals gehört. Freitags abends konnten wir dank einem indischen Musiker dabei sein, wie George Harrison mit seinen Bandkollegen für „Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band“ inspiriert wurde, um danach weiter nach Japan zu reisen, wo uns das Ensemble Philmusica seine Heimat mit den Augen Yasuo Kuwaharas sehen ließ. Samstags abends entführte uns dann Dieter Kreidler mit seinem nordrhein- westfälisches Zupforchester in die Vergangenheit zu einem „Mitsommernachtstraum“ mit überragenden Solisten, die ihre Zuhörer ganz in der damaligen Zeit versinken ließen. Unsere Reise führte uns auch nach Schottland, Don Steinberg nahm uns in einen Jazzclub in Chicago mit und das Trio Delicado führte uns durch Italien und Lateinamerika, wo uns Astor Piazzolla mit einem seiner Tangos verzauberte.
So könnte ich unendlich fortfahren, und jeder Spieler wird Ihnen von einer anderen erlebnisreichen Reise erzählen, aber sie werden alle von der Musik schwärmen und sich daran erinnern, warum wir uns ihr alle mit viel Engagement widmen.

Ein Bericht von Martina Hümbert

Das SJZO beim „Eurofestival der Zupfmusik“ in Bamberg

 Am Donnerstag dem 25.05.06 brach in zwei Bussen ein Großteil der Musiker dieser drei Vereine zu der mehrere Stunden langen Fahrt von Saarlouis über Saarbücken (wo einige Musiker noch zustiegen) nach Bamberg auf. Schließlich kamen wir nach ein paar kleineren Pausen um ca. 14.15 Uhr in Hallstadt, einem kleinen Nachbarort von Bamberg, an und ließen uns in dem dortigen Hotel „Country Inn“ nieder. Nach einem kurzen nachgezogenem Mittagessen und dem Bezug der Zimmer haben wir uns alle zu einer Probe von 17.30 Uhr – 18.30 Uhr zusammengefunden. Danach fuhren wir dann mit einem Bus zur Konzerthalle in Bamberg, wo wir uns u. a. das Konzert des SZO anhörten. Anschließend war es uns freigestellt ob wir uns die Stadt Bamberg bei Nacht ansehen wollten (z. B. um etw. essen zu gehen) oder ob wir weiteren Konzerten beiwohnen wollten, wie z. B. dem Konzert des Orchestra „Plettro di Tokyo“ oder des Quartetto MaGiCo.
Dieses Jahr fand in Deutschland, genauer gesagt in Bamberg, das „Eurofestival der Zupfmusik“ statt. An diesem Festival nahmen über tausend Musiker aus aller Welt teil. Darunter befanden sich dieses Jahr auch das Saarländische Zupforchester, das Saarländische Jugendzupforchester sowie der Gitarrenchor Bous.
Am nächsten Tag war unser Konzert an der Reihe. Aufgrund des Zeitmangels, den ein solch großes Ereignis mit sich zieht, hatten wir nur sieben Minuten Zeit für eine Stellprobe und für ein sehr kurzes Anspielen der Stücke im Konzertsaal. Schließlich war, wenn auch mit etwas Verspätung, der Zeitpunkt des Auftrittes gekommen und wir betraten mit ungefähr 50 Spielern die Bühne (50 Spieler, weil diejenigen, die vor ein paar Monaten vom SJZO ins SZO gewechselt waren auch noch mitspielten). Der rissen Saal war bis zur Hälfte gefüllt und das Publikum jubelte nach „Outward of Forest“ von Kuwahara und nach „Celidh“ von Elke Tober-Vogt lauthals. Am Abend dieses Tages fand noch ein Empfang statt, auf dem den Vertretern der verschieden Orchester, die an dem Festival teilgenommen hatten, eine Urkunde über ihre Teilnahme am Festival überreicht wurde.
Am Samstag besuchten wir noch einige Konzerte, wobei es aber jedem selbst überlassen wurde, in welches Konzert er/sie geht oder ob er/sie lieber in die Stadt gehen will (natürlich in 3er Gruppen, worauf wir mehrmals aufmerksam gemacht wurden). An diesem Abend gab es zum Abschluss ein großes Festessen mit einem großem Büffet und mehr als 30 Spanferkeln.
Der darauf folgende Tag, war leider schon der Tag der Abreise. Wenn nicht schon getan, räumte man jetzt seine Sachen wieder in den Koffer und machte sich für die Abreise bereit. Nach einem Gruppenfoto und einigen kurzen Ansprachen, war es auch schon so weit. Um 10.00 Uhr fuhren die beiden Busse ab und um 16.30 Uhr war die Endstation der Reise in Saarlouis erreicht.
Ich denke, dass niemand in seinen Erwartungen an diese Tour enttäuscht wurde und jeder mit vielen neuen Eindrücken über die Musik nach Hause gegangen ist. Diese Reise ist meiner Meinung nach ein großer Erfolg geworden.

Ein Bericht von Tobias Dahmen

Gitarrenchor Bous e.V. beim Eurofestival der Zupfmusik in Bamberg 2006

„Fahren wir nach Bamberg?“? Das war hier die Frage. „Dürfen wir denn dort teilnehmen? Packen wir das denn? Sind die Ansprüche dort nicht zu hoch? Unter Landes- und Auswahlorchestern auftreten?“ ? Das alles waren Überlegungen, die wir uns ein dreiviertel Jahr vor Bamberg machten. Aber: nachdem wir das Auftritts-Programm ausgewählt und die Anmeldung an den BDZ geschickt hatten – und diesem die Auswahl wohl gefiel – fing es erst richtig an. Normalerweise ist Birgit Bernardi unsere musikalische Leiterin. Hier aber war Schützenhilfe angesagt. Unser musikalisches Allround-Genie Peter Weber arrangierte die Stücke für uns passend und setzte gekonnt Rhythmusinstrumente ein, sowie eine Querflötenstimme. Die Probe wurden wöchentlich angesetzt, auf 2 Stunden verlängert, sogar auf samstags erweitert. Ein großes Dankeschön sagen wir hier Peter Weber, der hart aber herzlich, mit viel Elan, Geschick und musikalischem Einfühlungsvermögen aus 16 Spielern einen homogenen Orchesterkörper formte. Seine aufmunterndsten Worte lauteten immer und immer wieder: „Da war schon viel Schönes drin? Das packen wir schon? Bitte noch einmal?“ Somit fuhren wir Ende Mai gemeinsam mit dem SZO und dem SJZO für 4 Tage nach Bamberg. Sehr gut vorbereitet, aber doch sehr aufgeregt. In Bamberg präsentierte sich ein Musik-Festival der Superlative. Aus allen Kontinenten waren Künstler angereist, die mit allen möglichen bekannten und unbekannten Zupfinstrumenten ihr Können darboten. Parallel in 2 großen Konzertsäälen der Konzerthalle Bamberg gaben die Künstler ihr Bestes. Bei solch einem Angebot war es schwer, sich zu entscheiden, wann man sich welches Konzert ansehen wollte. Der Gitarrenchor Bous war am Freitag Morgen in die Jugend-Mattinee eingeteilt. Im schönen Hegel-Saal mit wunderbarer Akustik begann unser Auftritt mit „Beat of Santa Rosa“ von Klaus Schindler, gefolgt von „Cavatina“ von Stanley Myers, „Some Bar in Bahia“ von Eddie Nünning und endete mit „Brasil“ von Ary Barroso mit einem Saxophon-Solo von Birgit Bernardi. Vielen Dank sagen wir hier unserer Rhythmusgruppe Martina Hümbert, Isabelle Himbert und Nicolas Jager, sowie unserer Querflötistin Evelyn Rath. Sie haben uns sehr unterstützt und unser Spiel stark bereichert. Unser Auftritt wurde ein großer Erfolg und wir fanden positiven Anklang beim Publikum. Mit Erleichterung, dass alles so gut geklappt hat, und auch ein bisschen mit Stolz ließen wir das Lob gerne über uns ergehen. Mehrere Orchester wollten uns sogar zu sich einladen, um mit uns gemeinsam zu musizieren. Nach dem gelungenen Auftritt war es ein Leichtes, die restlichen Konzerttage so richtig zu genießen. Aber auch die Noten- und Instrumentenausstellungen wurden tatkräftig besucht. Schließlich könnte man doch immer noch ein schöneres und besser-klingendes Instrument finden? Abends im Hotel in Hallstatt ließen wir die gewonnenen Eindrücke der interessanten Tage Revue passieren. Nach 4 wunderbaren Tagen ging´s nach Hause. Also: eine super-schöne-gelungene Reise. In 4 Jahren wieder? Gerne!

Im Jahr 2005

5 Jahre SJZO

Bericht

Höchstleistung auf Saiten

Jugendzupforchester-Konzert

Saarbrücken. Wer am Samstagabend mit der Erwartung auf gemütliches Schunkeln und altbackene Unterhaltung in die Saarbrücker Hochschule für Musik kam, wurde bitter enttäuscht. Da standen gut 40 Jugendliche mit ihren Mandolinen und Gitarren auf der Bühne und gaben eine ebenso professionelle wie erfrischende Performance ab. Der Anlass: Das Saarländische Jugendzupforchester beging sein fünfjähriges Bestehen.
Thomas Kronenberger, Präsident des Bundes für Zupf- und Volksmusik Saar und Gründer des Ensembles, stellte die Formation als europaweit einziges Jugendzupforchester vor, dessen Mitglieder ausschließlich zwischen zwölf und 19 Jahre alt sind.
Dass sich am Samstag quasi die Crème de la Crème der mit 40 Zupfvereinen sehr regen saarländischen Szene vorstellte, war bald klar.
Unter dem Taktstock Stefan Jenzers, selbst professioneller Gitarrist, interpretierten sie mit ausgewogener Dynamik Johann Friedrich Edelmanns „Sinfonia concertante“.
Mit Vivaldis „Konzert für Mandoline und Orchester“ stellte das Ensemble ein weiteres Werk aus der Blütezeit der Mandolinenmusik vor, in dem Solistin Martina Hümbert durch ihr filigranes Spiel überzeugte. Mit Kurt Schwaens einfühlsam vorgetragener „Abendmusik“ schloss der „ernste“ Teil des Abends, der sich nach der Pause mit populären Tänzen fortsetzte.
Temperamentvoll interpretierten die jungen Musiker Siegfried Behrends „Rumba Catalan“. In Elke Tober-Vogts „Ceilidh“, einer Suite aus schottischen Melodien, bereicherten Akkordeon, Blockflöte, Violine und Gesang den satten Klangkörper, der in Claudio Mandonicos „JazzPopRock Suite“ den Saal mit fetzigen Rhythmen aufheizte.
Es verwunderte nicht, dass der Dirigent nach der zweiten Zugabe regelrecht um die Erlaubnis bitten musste, gehen zu dürfen. Blieb die Frage, wie man die Jugendlichen zu solchen Höchstleistungen bringt. Thomas Kronenberger verriet auf dem Gang ein ebenso bestechendes wie einfaches Rezept: „Man muss den Jugendlichen eine Gemeinschaft bieten.“

ame

Im Jahr 2004

50 Jahre SZO

Bericht

Brillantes Jubiläumskonzert des SZO am 06.11.2004 im Saarbrücker Schloss

 Vor 50 Jahren hätte kein Rezensent der Mandolinenmusik eine Entwicklung und Entfaltung auf künstlerischem Niveau zugetraut, keiner hätte 1954 dem überwiegend aus Dirigenten der saarländischen Mitgliedsvereine zusammengesetzten ersten Verbandsorchesters die Prognose gestellt, über Jahrzehnte erfolgreich zu wirken und einen führenden Platz in der Kulturland des Landes einzunehmen. Niemand konnte die literarische Entwicklung vom pseudo-romantischen Unterhaltungsstil in die Gefilde ernstzunehmender, gültiger, zeitgenössischer Musik vorhersagen. Das Saarländische Zupforchester hat Erfolgsgeschichte geschrieben und eine mehr als positive Bilanz aufzuweisen. Das halbe Jahrhundert ist erreicht. Grund zum Feiern !! Höhepunkt des Jubiläumsjahres zum 50-jährigen Bestehen und Wirken des SZO’s war die als Jubiläumskonzert angekündigte Präsentation dieses saarländischen Elitezupforchesters. Der künstlerische Leiter, Reiner Stutz, der auch durch das Programm führte, erläuterte das Programmmotto: Von allen vormalige Dirigenten dieses Orchesters, die auch alle Komponisten waren, sollte ein repräsentatives Werk aufgeführt werden. Der in jeder Beziehung optimale Schlosssaal verlieh der gelungenen Aufführung das angemessen, festliche Ambiente.
Nach den Grußworten des BZVS-Präsidenten Thomas Kronenberger wurde das Programm mit einem konventionellen Werk von Hans Schmitt eröffnet. Hans Schmitt, ein verdienstvoller Pionier der saarländischen Mandolinenmusik hatte 1954 das erste Lehrgangsorchester zum Bundesorchester weiterentwickelte, aus dem das SZO hervorging. Die exzellente Wiedergabe seiner romantisch-folkloristischen „Ungarischen Skizzen“ begeisterte nicht nur den anwesenden Komponisten.
Mit Heinrich Konietzny´s „So-na-Allochroisch“ ging es – mit Oboe und Schlagwerk angereichert – in die zeitgenössische Avantgarde. Die lautmalerische Peking-Nachtigall, repräsentiert in der Solo-Oboe, von V. Kaliunas virtuos gespielt, brillierte über einem spektakulär kolorierten Klangteppich, den der Perkussionist Th. Gärtner und das Orchester effektreich webten.
Von Siegfried Behrend, dessen zeitgeschichtliches Wirken von R.Stutz hervorgehoben wurde, hätte man hunderte Werke aufführen können. Als er das Orchester 1960 neu formierte und zu einem hochkarätigen Ensemble formte, lag sein kompositorischer Schwerpunkt auf der Einrichtung geeigneter Barockmusiken. Auf seinen Tourneen durch die ganze Welt, die er damals als Ausnahmegitarrist unternahm, ließ er sich inspirieren, internationale folkloristische Werke für Zupforchester zu arrangieren. Darüber hinaus gilt er als Protagonist der Avantgarde und der Experimetell-Graphischen Musizierpraxis mit Zupfinstrumenten. Stellvertretend für sein frühes Wirken wurde eine Vivaldi-Adaption gewählt: das Concerto in D-Dur für Sologitarre und ZO. Dieses sehr populäre Werk wurde von dem jugendlichen Matthias Nicola ausgezeichnet interpretiert und vom Orchester sensibel begleitet.
Von Konrad Wölki, einem der führenden Zupfmusikexperten und Volksmusikpädagogen des 20. Jahrhunderts, erklang eine gemäßigt moderne Spielmusik mit dem Titel „Wechselspiele“.
Der anwesende Komponist Helmut Fackler bedankte sich für die vorzügliche Wiedergabe seines „Divertimento“, eine quasi cineastische Musik, mit lyrischen, motorischen und tänzerisch-burlesken Episoden.
Der nachfolgende Programmtitel, „Verwandlungen“ von Reiner Stutz, war schwere Kost für Spieler und Zuhörer. Die kompositorische Idee ist die Verfremdung des motivischen Materials und der eingewebten Zitate. Die Realisierung dieser orchestralen Metamorphosen von sehr hohem Schwierigkeitsgrad wurde meisterhaft gelöst.
Aufsehenderregend war die Präsentation des „Konzertes für Cembalo und ZO“ mit dem 16-jährigen Tobias Rößler als Solisten, mit dem das offizielle Programm abschloss. Das 20-minütige vitale Werk ist eine Art klanglicher Zeitreise von Bach bis Schönberg. Das Publikum forderte nach dieser souveränen Darbietung vom Solisten eine Zugabe, die er mit jugendlichem Charme bravourös meisterte.
Mit zwei Zugaben konnte das SZO auch noch Folkloristischunterhaltsames aus Behrends Feder darbieten. Bei diesen Piècen hätte allerdings eine Prise spontaner Spielfreude und „Augenzwinkern“ den persiflierenden Charakter der Kompositionen verdeutlichen können.
Resümee: Ein alles in allem repräsentatives, interessantes Konzert; ein gelungener Abend; eine Zupfmusikpräsentation auf höchstem Niveau. Das Jubiläumsorchester zeigte sich an diesem Abend in exzellenter Form und meisterte die hohen technischen und musikalischen Anforderungen der Werke mit Akkuratesse, Verve und differenzierter Ausdrucksvielfalt. Herzlichen Glückwunsch dem Dirigenten und dem Orchester für diese vollendete Leistung und weiter so ins nächste halbe Jahrhundert.

Ein Bericht von Edwin Mertes

Saitenzauber auf höchstem Niveau (50 Jahre SZO Saarbrücker Schloss)

Kritik SZ vom 09.11.2004

Im Jahr 2003

BZVS meets Hochschule für Musik Saar

Vom 28.11. bis 30.11.2003

Flyer

Den Flyer zur Veranstaltung können Sie als ‚.pdf-Datei abrufen.

Programm

„BZVS meets Hochschule für Musik Saar“ – vom 28.11. bis 30.11.2003

Konzerte,Vorträge,Workshops, Notenausstellungen u.v.m.

Veranstaltungsort:
Hochschule für Musik Saar, Bismarckstraße 1, 66111 Saarbrücken

Programm
Freitag, 28.11.03
20.00 Uhr: Eröffnungskonzert
Duo Capriccioso
Gertrud Weyhofen, Mandoline ? Michael Tröster, Gitarre
Schlosskirche Saarbrücken

Samstag, 29.11.03
10.00 Uhr – 13.00 Uhr und 14.30 – 17.30 Uhr Forumsunterricht:
– Gertrud Weyhofen, Mandoline
– Michael Tröster, Gitarre
– Roland Gebhardt, Jazzgitarre
– Rick Peckham, Jazzgitarre
19.30 Uhr: Konzertnacht
– Duo Concertino (Tatjana Ossipova,Mandoline ? Valerij Ossipov, Gitarre)
– Albéniz-Duo (Reiner Stutz,Gitarre ? Burkhard Wolk, Gitarre)
– Guitarissimo 2003 (2 Guitars &drums &bass mit Ro Gebhardt, Rick Peckham u.a.)
Konzertsaal der Hochschule für Musik Saar

Sonntag, 30.11.03
11.00 Uhr: Matinee
Steffen Schantz, Tenor – Stefan Jenzer, Gitarre
Konzertsaal der Hochschule für Musik Saar
13.30 – 14.30 Uhr:
Vortrag zum Thema:
?Die Entwicklung der Mandoline im instrumentalen, didaktischen und künstlerischen Bereich?
Referentin: Gertrud Weyhofen

14.30 – 15.30 Uhr:
Vortrag zum Thema:
„Abenteuer Wettbewerb – erfolgreich vorspielen“
Referent: Michael Koch

17.00 Uhr: Abschlusskonzert
Saarländisches Zupforchester
Leitung: Reiner Stutz
Konzertsaal der Hochschule für Musik Saar

Rahmenprogramm:

Notenausstellung des Musikverlags „Trekel“ – Hamburg

Eintrittspreise:
– Konzertkarte: je 10,- Euro
– Konzertabonnement (alle Konzerte): je 20,- Euro
– Festivalkarte passiv (alle Konzerte +passive Teilnahme beim Forumsunterricht): je 30,- Euro
– Festivalkarte aktiv (alle Konzerte +aktive Teilnahme beim Forumsunterricht): je 50,- Euro
– Für BZVS-Mitglieder: je 40,- Euro
– Vorträge: Eintritt frei

Anmeldungen zu den Veranstaltungen und Kartenvorbestellung über das

BZVS – Büro, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken
Tel. (06 81) 685 70 680, Fax 06 81 ? 685 70 682
Email:BZVS@yahoo.de, Website:www.BZVS.de

Zur Anmeldung per Fax/Post bitte PDF-Datei benutzen. Für die aktive Teilnahme ist der Anmeldeschluss der 21.11.2003.

 

Marathon der Zupfmusik 2003

24 Stunden gezupfte Saiten vom 27. bis 28. September 2003 St. Wendel

 

Flyer

Der Flyer mit Grussworten, Programm und Wegbeschreibung können Sie als ‚.pdf-Datei hier abrufen.

Programm

Programm – Samstag, 27. Sept. 2003
14.00 Uhr Hoppel und die Jahreszeiten! Musical für Kinder – Ltg.:Monika Beuren – Saalbau
18.00 Uhr Saarländisches Jugendzupforchester – Ltg.:Stefan Jenzer – Saalbau
18.30 Uhr Ansprache des Schirmherrn Minister Jürgen Schreier – Saalbau
19.00 Uhr Mandolinenverein Bliesen – Ltg.:Michael Anton – Saalbau
19.20 Uhr Jugendzupforchester Beckingen – Ltg.:Albert Kreutz – Saalbau
19.50 Uhr Mandolinenverein Alsweiler – Ltg.:Brigitte Marx – Saalbau
20.10 Uhr Mandolinenverein Köllerbach – Ltg.:Josef Grün – Saalbau
20.30 Uhr Mandolinenverein Urexweiler mit Jugendchor Liguamentium
Ltg.:Otto Kunz/Andreas Burg – Saalbau
21.00 Uhr Mandolinenverein Hüttigweiler – Ltg.:Peter Dörrenbächer – Saalbau
21.20 Uhr Mandolinenverein Neunkirchen/Wiebelskirchen – Ltg.:Bernd Fecht – Saalbau
21.40 Uhr Zupforchester Heusweiler-Dilsburg – Ltg.:Sandra Dörrenbächer – Saalbau
22.00 Uhr Gitarrenensemble Saarbrücken – Ltg.:Frank Brückner – Saalbau
22.20 Uhr Spiel und Wanderclub Niederwürzbach-Zupforcherster St Ingbert
Ltg.:Fritz Degel – Saalbau
23.00 Uhr Saarländisches Zupforchester – Ltg.:Reiner Stutz – Saalbau

Programm – Sonntag, 28. Sept. 2003
01.00 Uhr Marcel Adam – Mia Münsterhaus
02.30 Uhr David Qualey – Evangel.Stadtkirche
04.30 Uhr Synergie -Duo Susan &Martin Weinert – Mia Münsterhaus
06.00 Uhr Reiner Stutz (Gitarre) – Mia Münsterhaus
07.00 Uhr Duo Concertino – Mia Münsterhaus
08.00 Uhr Ayla Caymaz (Flöte)und Stefan Jenzer (Gitarre) – Mia Münsterhaus
09.00 Uhr Musikalisches Frühstück mit Ricardo Sandoval – Hotel „Louise “ am Dom
09.00 Uhr Musikalisches Frühstück mit Duo Concertino – Cafe „Journal“
09.45 Uhr Musikalisches Frühstück mit Duo Concertino – Brasserie „Wendalin “
09.45 Uhr Musikalisches Frühstück mit Ricardo Sandoval – Cafe „Plantane “
10.00 Uhr Gottesdienst Ev.Stadtkirche mit Zupf-Ensemble Rondoletto Püttlingen
Ltg.:Brigitte Schwarz
10.45 Uhr Gottesdienst Basilika – Dom zu St.Wendel mit Preisträgern Jugend musiziert
11.30 Uhr Open-Air-Volksmusik Senioren-Orchester und Tanzgruppe Urexw.
Ltg.:Otto Kunz/V.Kessler – Schloßplatz
12.20 Uhr Jugendensemble Bliesen – Ltg.:M.Anton – Mia Münsterhaus
12.40 Uhr Preisträger Jugend musiziert – Mia Münsterhaus
12.55 Uhr Jugendzupforchester Niederwürzbach – Ltg.:Marcel Wirtz – Mia Münsterhaus
13.15 Uhr Preisträger Jugend musiziert – Mia Münsterhaus
13.30 Uhr Jugendensemble der Musikschule Püttlingen
Ltg.:Herbert Zimmer – Mia Münsterhaus
13.50 Uhr Preisträger Jugend musiziert – Mia Münsterhaus
14.05 Uhr Jugendzupforchester Urexweiler – Ltg.:Horst Kessler – Mia Münsterhaus
14.30 Uhr Preisträger Jugend musiziert – Mia Münsterhaus
14.40 Uhr Jugendensemble Friedrichsweiler – Ltg.:Martina Hümbert – Mia Münsterhaus
15.00 Uhr Cercle Mandoliniste Municipale de Differdange Luxemburg
Ltg.:R.Sandoval – Saalbau
15.30 Uhr Cercle Mandoliniste Messin Metz – Ltg.:R.Sandoval – Saalbau
16.00 Uhr Zupforchester Hymnia Saarlouis – Ltg.:Ellen Pertersheim-Miroll – Saalbau
16.20 Uhr Gitarrenchor Bous – Ltg.:Birgit Bernardi – Saalbau
16.40 Uhr Mandolinenorchester Siersburg – Ltg.:Siegfried Fisch – Saalbau
17.00 Uhr Zupfensemble 92 – Ltg.:Michael Anton – Saalbau
17.30 Uhr Jugendorchester Neuenhain/Hessen – Ltg.:Chirsta Keller – Saalbau

Alle Teilnehemer werden gebeten sich 1 Stunde vor dem Auftritt an den Veranstaltungeorten in den Proberäumen einzufinden. Auskunft erteilt der musikalische Leiter Michael Anton.

Im Jahr 2001

2. Europäisches Mandolinen- und Gitarrenfestival

2. Europäisches Mandolinen- und Gitarrenfestival in Otzenhausen/Saar vom 27. September bis zum 3. Oktober 2001

Programmheft

Das gesamte Programmheft des 2. Europäischen Mandolinen- und Gitarrenfestivals 2001 können Sie als ‚.pdf-Datei hier abrufen.

Presseberichte

Pressetext

Der Pressetext liegt in Deutsch und Englisch als *.pdf-Datei zum Download zur Verfügung.
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2. Europäisches Mandolinen- und Gitarrenfestival in Otzenhausen/Saar

 Das Saarländische Zupforchester zusammen mit dem Bund für Zupf- und Volksmusik Saar veranstaltete vom 27. September bis zum 3. Oktober das 2. Europäische Mandolinen- und Gitarrenfestival. Als Interpreten der Konzerte und Dozenten der Meisterkurse konnten David Russell und Prof. Thomas Müller-Pering Gitarre sowie Gertrud Tröster und Caterina Lichtenberg Mandoline gewonnen werden. In der reizvollen Umgebung des nördlichen Saarlandes begegneten sich über 150 Teilnehmer aus vielen europäischen Nationen, der Türkei und Japan in der hervorragend ausgestatteten Europäischen Akademie Otzenhausen. 22 Instrumentalisten aus Italien, Deutschland, Japan, Russland und der Türkei nahmen aktiv an den Meisterkursen teil, wovon sich sieben auch für den allen aktiven Teilnehmern offenstehenden Wettbewerb entschieden.
Eröffnet wurde das Festival, von Reiner Stutz und Thomas Kronenberger geleitet und organisiert, mit einem wundervollen Konzert von David Russel, das auch vom Saarländischen Fernsehen aufgezeichnet wurde. David Russel’s Interpretation der Bachschen Chaconne und der Reverie von Regondi waren atmosphärisch so dicht und gelungen, dass er erst nach fünf Zugaben den Konzertsaal verlassen durfte.
Am nächsten Tag teilten sich Gertrud Tröster und der Saarländische Gitarrist Stefan Jenzer ein Konzert, wobei die erste Hälfte von Gertrud Tröster mit Solowerken für Mandoline von Calace und Nakano bestritten wurde und die zweite Hälfte bekannte Gitarrenliteratur wie Sor’s Mozartvariationen mit modernen Werken von Sierra und Brouwer verband. Beide Interpreten zogen das Publikum mit ihrer technischen Perfektion und ihrer äußerst musikalischen Interpretation in Bann.
Das folgende Wochenende stand nun ganz im Zeichen der Zupforchester und wurde eröffnet mit einem Konzert der Europäischen Orchester:
Das Forum Musicale unter Leitung von Sebastien Paci begann mit der Uraufführung einer Klangkomposition des elsässischen Komponisten Detlef Kieffer, der selbst als Zuhörer anwesend war. Eine sehr interessante Komposition, die mit über zwanzig Minuten Länge jedoch etwas zu ausgedehnt für ein Zupforchester ohne Zusatzinstrumente scheint. Spieltechnisch und interpretatorisch zeigte sich das Forum Musicale in den Impressioni Orientali von Calace und den „Les Charactéres de la danse“ von Rebel von der allerbesten Seite. Als Kontrast trat danach das Collegium Cithara Istanbul unter der Leitung von Muzaffer Corlu auf – ein Erlebnis der besonderen Art! Selten wurden 15 junge Gitarristen in einem solch homogenen Klang und von so hervorragendem Zusammenspiel und Musikalität erlebt! Das Orchester spielte pfiffige Transkriptionen Von Bizet, Mozart und Vivaldi und überzeugte vor allem auch mit türkischen Werken von Kemal Belevi. Den Abschluss dieses Samstagnachmittag-Konzertes bildete das deutsche Ensemble Chantal mit dem russischen Mandolinisten A. Semikozov. Das Ensemble Chantal unter Leitung des Gitarristen Hoffmann setzt sich aus Gitarre, Harfe, Mandoline sowie Flöten, Violine und Cello zusammen und hatte im Repertoire überwiegend Werke aus dem Mittelalter und der Barockzeit. Besonders gelungen waren die sehr interessant arrangierten russischen Volksweisen.
Am Samstagabend präsentierte sich das Saarländische Zupforchester unter Leitung von Reiner Stutz. Dieses traditionsreiche und überregional bekannte Ensemble überzeugte durch seine klangliche Homogenität und durch perfektes Zusammenspiel. Im ersten Teil erklangen neben einem neuentdeckten Concerto von dall‘ Abaco und einer Symphonia von Monn die programmatische Fantasie „The Song of Japanese Autumn“ des Japaners Y. Kuwahara. Dort konnte das Orchester die ganze Bandbreite musikalischer Differenzierungen aufzeigen. Großartig auch das darin enthaltene Mandolinensolo von Monika Reiter, das die vielen Zuhörer in Bann zog. Der Schwerpunkt der zweiten Programmhälfte lag auf spanischen Werken. Die farbige und an den „Tango nuevo“ von Piazolla angelehnte Tango-Suite von Reiner Stutz eröffnete den zweiten Konzertteil – eine technisch sehr anspruchsvolle Komposition, die ganz neue klangliche Wege in der Zupfmusikliteratur geht. Vier spanische Lieder von de Falla mit der Sopranistin Ulrike Spengler begeisterten das Publikum und Boccherini’s Introduktion und Fandango rundeten dieses musikalisch und klanglich meisterhaft dargebotene Konzert ab.
In der Sonntagsmorgen Matinee begegneten sich das rheinland-pfälzische und bayrische Landeszupforchester in einer bunten Programmzusammenstellung. Prof. Hartmut Klug, der Leiter des rheinland-pfälzischen Orchesters wählte für dieses Konzert eine Bachtranskription und ein Klavierkonzert von Dittersdorf aus, in dem der Dirigent selbst den Solopart übernahm. Zwei sehr anspruchsvolle Komposition, die musikalisch überzeugend dargeboten wurden. Dem setzte das bayrische Landeszupforchester unter der Leitung von Elke Tober-Vogt moderne und folkloristische Akzente entgegen. Das Postludium von Ekaterina Kozschevnikova mit Sabine Spath am Flügel zählt sicherlich zu den anspruchvollsten und interessantesten Kompositionen der letzten Jahre. Nach dieser schweren Kost begeisterte das Orchester mit der der irischen Suite „Ceilidh“ von Elke Tober-Vogt.

Das Nachmittagskonzert stand ganz im Zeichen der saarländischen Vereinsorchester. Es präsentierten sich in der ersten Programmhälfte die Mandolinenorchester aus dem Kreis Neunkirchen, aus Alsweiler und aus Heusweiler-Dilsburg und in der zweiten Hälfte die Zupforchester Friedrichsweiler, sowie die Gemeinschaftsorchester Bachem/Saarhölzbach sowie Niederwürzbach/St. Ingbert. Die Zuhörer konnten sich so ein Bild des regen saarländischen Laienmusiklebens machen und sich an einer großen stilistischen Bandbreite von barocken Konzerten über Offenbach Melodien bis hin zu Filmmusiken erfreuen.

Am Montagabend trafen sich im Konzertsaal der Europäischen Akademie die Landesschülerbigband des Saarlandes und das Saarländische Jugendzupforchester. Beide Jugendensembles setzen sich aus den besten jugendlichen Spielern des Saarlandes zusammen und werden jeweils von einem Team geleitet und betreut. Das erst seit 2 Jahren bestehende Saarländische Jugendzupforchester wird von Sandra Dörrenbächer und Nicole Forse geleitet. Die beiden Dirigentinnen haben es hervorragend verstanden, die 30 Jugendlichen aus der Reserve zu locken und in ein Orchester zu integrieren. Das Konzert begann mit Werken aus dem Barock und südamerikanische Tänze leiteten geschickt zur Landes-Schüler Bigband über, die von Ernst Urmetzer und Matthias Ernst geleitet wird. Der Leistungsstand aller beteiligten Jugendlichen dieses Konzertes war verblüffend!
Im Dienstag-Konzert stellten sich die beiden Dozenten der Meisterkurse – Thomas Müller-Pering und Caterina Lichtenberg – in Solo- und Duokompositionen vor. Sie begeisterten das Konzertpublikum mit einer bunten Mischung von alten und neuen Werken, teils Transkriptionen teils Originalwerke. Ein Höhepunkt war sicherlich die Bach’sche Cello-Suite, die Caterina Lichtenberg auf der Mandola musikalisch äußerst dicht interpretierte und die Duo-Komposition „Mountain Moor“ von Stephen Funk-Pearson. Thomas Müller-Pering setzte dem die Tangos Invierno porteno und Otono porteno von Astor Piazolla in einer furiosen Interpretation entgegen. Die beiden beschlossen ihr Programm mit Piazolla’s virtuosen Histoire du Tango und durften erst nach mehreren Zugaben den Saal verlassen.
Mittwochmorgen startete dann ab 10Uhr der Wettbewerb der Kursteilnehmer. Die Wettbewerbsteilnehmer hatten schon am Vortag die Gelegenheit, mit der Pianistin Ivette Schneider das Pflichtwerk aus dem Carulli-Gitarrenkonzert bzw dem Paisiello-Mandolinenkonzert zu proben. Nach längerer Beratung einigte sich die Jury unter Vorsitz von Prof. Thomas Müller-Pering auf fünf Preisträger. Bei den Mandolinisten erhielten der Japaner Takaaki Shibati den 1. Preis und der Russe Anatolyi Semikozov den 3. Preis. Takeo Sato und Klaus Kusserow teilten sich bei den Gitarren den 2. Preis und der erst fünfzehnjährige Matthias Nikola erhielt einen Förderpreis. Nach dem Mittagessen war dann für die Preisträger die Generalprobe für das Preisträgerkonzert angesetzt. Jeder Preisträger hatte die Möglichkeit, einen Satz aus dem Gitarrenkonzert von Carulli bzw. dem Mandolinenkonzert von Paisiello zusammen mit dem Saarbrücker Streichorchester unter Leitung von Reiner Stutz aufzuführen. Ein einzigartiges Erlebnis für Alle! Umrahmt wurden die beiden Konzerte von der „Musik für Saiteninstrumente und Klavier“ von Reiner Stutz und einigen Liedern von Edvard Grieg mit Ulrike Spengler als Sopran-Solistin.
Alle Teilnehmer waren von der Atmosphäre, der musikalischen Arbeit, dem hervorragenden Haus und nicht zuletzt von der professionellen Organisation so begeistert, dass sie beim nächsten Mal wieder dabei sein wollen.

Großer Dank gebührt allen Sponsoren, der Europäischen Akademie Otzenhausen und vor allem Josef Schuh, ohne dessen unermüdlicher Einsatz und Unterstützung dieses Festival nicht zu Stande gekommen wäre.

Thomas Kronenberger