Letztes Update: 17. October 2017

OGMS

Erfolgreiche Dirigierprüfungen

Am 18.8.16 führte der BZVS unter Vorsitz des Prorektors der Hochschule für Musik Saar, Prof. Jörg Nonnweiler, seine Dirigierprüfungen in der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung Ottweiler durch. Folgende Dirigenten waren erfolgreich:

B- Prüfung
Stefan Geffroy, Aachen
Stephan Nemeth, Rehlingen-Siersburg
Tanja Voigt, Ensdorf

A- Prüfung
Felix Arend, Gau-Weinheim
Florian Flierl, Völklingen
Jil-Sophie Hilgers, Wadgassen
Alina Kockelmann, Mülheim-Kärlich
Takumi Mamiya, Tokio
Iris Müller, Köln
Stephan Nemeth, Rehlingen-Siersburg
Tara Schreiter, Beckingen
Christian Speicher, Püttlingen

Herzlichen Glückwunsch!
Landesmusikleiter Prof. Stefan Jenzer
 

Erlebnisreportage OGMS 12.-18.08.2016

Nach 5 Jahren ist es endlich wieder soweit und ich fahre nach den Erfahrungen vom letzten Seminar im Jahr 2011 mit großen Erwartungen von Aachen ins knapp 350 km entfernte Ottweiler im Saarland. Diesmal fahre ich jedoch nicht alleine sondern mit meiner Duopatnerin Iris Beatrix Müller. Wir haben uns beide viel vorgenommen, vor allem das Alleinstellungsmerkmal, der Unterricht im Dirigieren bei Prof. Jörg Nonnweiler, hat uns zu der weiten Anfahrt überredet. Mit der weiten Anfahrt sind wir nicht alleine, Teilnehmer aus Österreich, der Schweiz und sogar aus Japan sind gekommen. Nachdem sich durch den Ferienverkehr unsere Ankunft deutlich verzögert hat und wir die bestimmt nette Begrüßung der über 40 Teilnehmer verpasst haben, kommen wir Pünktlich zur Organisation des Dirigierunterricht. Die Stücke für die fortgeschrittenen Dirigenten im Kurs „B“ heißen „Japanese of Autumn“ von Y. Kuwahara und „Blue seven“ von B. Wolters. Nach dem netten Einstieg geht es zur Instrumentaltechnik, die dieses Jahr von Annika Hinsche geleitet wird. Einen ganzen Stapel Blätter mit verschiedensten Übungen zu Anschlag, Repetitionen und Arpeggiotechniken hat sie mitgebracht, meine Finger werden da wohl durch müssen. Die weiteren Dozenten sind Prof. Stefan Jenzer, der Gitarre unterrichtet und mit Thomas Kronenberger den Lehrgang leitet sowie Peter Wölke für Gitarre, Denise Wambsganß für Mandoline und Ayako Kojima für Kammermusik. Kurz nach dem Abendessen beginnt die Probe des Lehrgangsorchesters unter der Leitung von Denise Wambsganß. Nach der guten Probe an den Stücken „Danza da Saudade“ von D. Kreidler, „RuRu“ und „Café Mandolin“ von Y. Gohshi geht es ins Bistro, wo das frische Fassbier schon auf uns wartet.

Mein Lehrgangsstundenplan ist wie gewollt gut gefüllt, ich hab mich für alles eingetragen und habe auch alles bekommen, tolle Organisation! Gitarre bei Peter Wölke, Mandoline bei Denise Wambsganß, Musiktheorie und Dirigieren bei Prof. Jörg Nonnweiler. Hinzu kommen die morgendliche Mandolinentechnik, der Kammermusikunterricht in verschiedenen Besetzungen und das Lehrgangsorchester.

Der Unterricht im Dirigieren ist super. Das unter nahezu allen Zupfern bekannte und beliebte Stück „Japanese of Autumn“ wird hier zuerst am Klavier dirigiert. Es gilt, die Feinheiten des Stückes und verschieden Charakter zu identifizieren und beim Dirigieren zu zeigen. Von den ca. 10 Leuten im Kurs dirigiert jeder anders und von jedem kann man im Forumsunterricht was abschauen. Dann geht’s am 2. Tag auch schon mit dem Stück vor das Lehrgangsorchester. Die Probe kann man nur genießen, denn es gibt nicht viele Gelegenheiten bei denen man mit über 40 guten Spielern arbeiten kann. Im Gegensatz zu dem kleinen Schülerorchester in Dinslaken, ist das schon etwas Besonderes und mein persönliches Highlight.

Eine tolle Tradition ist das Schwenken (Saarländisch Für Grillen;)). Am Montagabend ist es soweit und bei super gutem Wetter, wie die ganze Woche über, wird kräftig geschwenkt (gegrillt). Bis tief in die Nacht hinein geht der Gesellige Abend mit gutem Austausch unter Zupfern, lustigen und auch spannenden Spielen wie Werwolf.

Wie auch bei anderen Lehrgängen, spielen hier auch jeden Abend einige Teilnehmer ihre neuen oder erarbeiteten Stücke vor. Nachdem am ersten Abend nur der fleißige Takumi aus Japan mit „Jongara“ eine super Leistung abliefert, spielen an den folgenden Abenden immer mehr Teilnehmer. Ich spiele das „Capriccio Nr. 1“ von Pietro Denis und „Bochi Bochi i Koka“ aus den Marionetten von T Yuasa und Y. Gohshi im Duo mit Iris.

Am Donnerstag ist es dann auch schon wieder soweit und der Lehrgang nährt sich dem Abschlusskonzert und damit dem Ende. Doch zuvor findet, nachdem die Musiktheorie schon am Vortag geprüft wurde, die Prüfung der ganz neuen und schon fortgeschrittenen Dirigenten statt. Alle bestehen und es gibt für die Teilnehmer der Prüfung „B“ großes und ehrliches Lob von Prof. Jörg Nonnweiler für die teilweise „explosive“ Entwicklung.

Obwohl das Konzert aus Rücksicht auf die von weither angereisten Teilnehmern schon um 14:30 Uhr beginnt können sich die Teilnehmer und Dozenten über viele Zuhörer freuen. Das Abwechslungsreiche Programm beginnt mit der Ehrung der besonders erfolgreichen Teilnehmer, welche die Musiktheorie mit Bestnote bestanden oder erfolgreich die Prüfung im Dirigieren abgelegt haben. Junge Spieler, die ihre instrumentalen Fähigkeiten unter Beweis gestellt haben, werden ins Saarländische Jugendzupforchester eingeladen, auch wenn sie aus dem Nachbarbundesland oder der Schweiz kommen. Beides ist eine tolle Geste.

Das Lehrgangsorchester schießt mit dem Stück „Café Mandolin“ das Abschlusskonzert ab und dann heißt es auch schon wieder sich zu verabschieden und den Termin im nächsten Jahr für diesen einzigartigen, sympathischen und vielfältigen Lehrgang vormerken.

Stefan Geffroy

Ottweiler Gitarren- und Mandolinenseminar 2016

Als Schweizer Neulinge kamen wir am Donnerstag am kleinen Ottweiler Bahnhof an - nach einer längeren Reise als die meisten anderen Teilnehmer. Wir wussten nicht genau, was uns erwarten würde, waren jedoch gespannt auf diese Woche.

Am Donnerstagnachmittag trafen nach und nach viele Teilnehmer und Dozenten in der Landesakademie in Ottweiler ein. Bei der Vorstellungsrunde erfuhren wir, dass wir nicht die einzigen Auswärtigen waren, denn es nahmen nicht nur eine andere Schweizerin und eine Österreicherin teil, sondern auch noch drei Musiker aus Japan, deren Reise wesentlich länger war als unsere. Stefan Jenzer hiess uns herzlich Willkommen und gab die wichtigsten Informationen bekannt.

Dann ging es los mit der Technikprobe für Mandolinen und Gitarren. Nach dem Abendessen hatten wir die erste Orchesterprobe. Denise Wambsganß leitete dieses Jahr das Lehrgangsorchester. Am Abend gab es ein gemütliches Beisammensein im Bistro, dort wurde fleissig Werwolf gespielt, gesungen und über Musik und die Welt diskutiert.
Jeden Morgen in dieser Woche ging es um 8:45 Uhr los mit der Mandolinen- und Gitarrentechnik. Danach gab es die Möglichkeit, den Kurs in der Musiktheorie zu besuchen. Es gab den Kurs A für die Anfänger und den Kurs B für die Fortgeschrittenen, beide bei Prof. Jörg Nonnweiler. Dieses Jahr erfreute sich das Angebot grosser Beliebtheit. Im ganzen Haus wurde fleissig geübt. Alle hatten täglich eine halbe Stunde Einzelunterricht, so konnte jeder grosse Fortschritte erzielen. Man konnte sich auch für den Kammermusikunterricht einschreiben. Dafür bildeten sich verschiedene Gruppen von Duos bis zu grösseren Ensembles. Das andere Kursangebot war Dirigieren A und B. Die Dirigenten hatten jeweils die Möglichkeit, am Abend das Gelernte mit dem eigens hierfür eingerichtetem Orchester zu üben. Nach dem Abendessen wurde das Geübte den anderen Teilnehmern vorgespielt. Danach ging es an die Orchesterproben, die noch einmal viel Energie forderten.

Am Ende der Woche wurden Musiktheorieprüfungen und Dirigierprüfungen abgelegt. Am Abschlusskonzert waren viele tolle Leistungen aus dem Einzeln- und dem Kammermusikunterricht zu hören. Von den jüngsten bis zu den ältesten Teilnehmern durften alle Ihr Können zeigen. Auch das Programm war weitgefächert: neben den Mandolinen-Klassikern wie dem Capriccio Nr. 1 von P. Denis wurden auch aktuelle Stücke wie All About that Bass von M. Trainor vorgetragen. Die kulturelle Vielfalt des Seminars wurde nochmal deutlich beim Vortrag eines russischen Volksliedes.

Nach dem erfolgreichen Konzert verabschiedeten wir uns von unseren neuen Bekannten aus dem Saarland, die uns so freundlich aufgenommen hatten und machten uns auf die Reise zurück in die Schweiz. So ging eine lehrreiche Woche zu Ende, die wohl jedem in guter Erinnerung bleiben wird.

Carmen Staub

 

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