Unsere Kurse 2025
Teilnehmerbericht
Nach einem Jahr Wartezeit war es am 29. Juli 2025 endlich wieder so weit: Das Internationale Ottweiler Gitarren- und Mandolinenseminar öffnete seine Pforten in der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung im saarländischen Ottweiler. Für 25 musikbegeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland bedeutete das eine Woche voller Musik, Begegnungen, neuer Impulse – und ein Wiedersehen mit Gleichgesinnten.
Schon bei der Ankunft am Dienstagnachmittag war die Atmosphäre erwartungsvoll und herzlich. Ob langjährige Wiederkehrer oder neugierige Neulinge – alle wurden freundlich empfangen. Die Gruppengröße ermöglichte von Beginn an einen intensiven Austausch und ein besonders konzentriertes Arbeiten in angenehmer Atmosphäre.
Begrüßt wurden wir von Andreas Lorson, dem diesjährigen Kursleiter. Mit seiner ruhigen Art führte er durch die erste Runde organisatorischer Informationen – und spätestens da war klar: Diese Woche würde wieder unvergesslich werden.
Ein Dozententeam mit Kompetenz und Herz
Das Seminar 2025 bot eine hochkarätige Auswahl an Dozenten:
• Prof. Stefan Jenzer, der als Gitarren-Dozent mit seiner ruhigen, analytischen Art überzeugte.
• Prof. Gerhard Reichenbach, ebenfalls Gitarrist, brachte seine langjährige Konzerterfahrung ein und unterstützte besonders fortgeschrittene Spieler in Interpretation und Ausdruck.
• Steffen Trekel, einer der führenden Mandolinisten Europas, leitete den Mandolinenunterricht mit technischer Finesse, stilistischer Bandbreite und seiner typischen norddeutschen Gelassenheit.
• Christian Schüller, zuständig für den Dirigatunterricht, schuf mit seiner offenen Art ein motivierendes Umfeld, in dem sich auch Dirigieranfänger wohlfühlten und schnell Fortschritte machten.
• Andreas Lorson, der nicht nur organisatorisch den Überblick behielt, sondern auch die Teilnehmer in Musiktheorie, Gehörbildung und Komposition mit Humor, Tiefe und einem breiten musikalischen Verständnis durch die Woche begleitete.
Täglicher Ablauf – Struktur und kreative Vielfalt
Der Tagesablauf war klar strukturiert und ermöglichte intensive musikalische Arbeit:
• 9:00 Uhr: Techniktraining für Gitarre und Mandoline – mit Fokus auf Anschlag, Artikulation, Rhythmus und Klangbildung.
• 10:00 – 12:00 Uhr: Einzelunterricht auf dem Instrument oder im Dirigat, Gehörbildung und Musiktheorie.
• Nachmittags: Kammermusik und Proben mit dem Übungsorchester für unsere Dirigentinnen.
• Abends: Orchesterprobe mit dem gesamten Lehrgangsorchester. Die abwechslungsreiche Literatur sorgte für Spielfreude und einen lebendigen musikalischen Austausch. • Ab 21:00 Uhr: Geselliges Treffen im Bistro – mit Gesprächen, Musik, Spielen und Gemeinschaft. Das Lehrgangsorchester erarbeitete unter der Leitung von Christian Schüller und ausgewählten Dirigierschülerinnen drei sehr unterschiedliche und musikalisch reizvolle Werke:
• „Tullio’s Little march“ – eine elegante, rhythmisch pointierte Miniatur mit charmantem Charakter.
• „The Battle for Planet ONKARS“ – ein klangvolles, modernes Werk, das moderne Spieltechnik und cineastische Spannung im Kompositionsstil der minimal music vereint.
• „Danza Spagnola“ – eine rhythmisch mitreißende, folkloristisch inspirierte Komposition, die als temperamentvoller Abschluss des Konzerts diente.
Auch im Kammermusikbereich entstanden zahlreiche spannende Formationen – von klassischen Duos bis zu gemischten Quartetten – die unter Anleitung der Dozenten oder eigenständig Stücke erarbeiteten. Diese wurden im Verlauf der Woche bei abendlichen Vorspielen präsentiert.
Der Musiktheorieunterricht bei Andreas Lorson bot sowohl Einsteigern als auch Fortgeschrittenen Gelegenheit, sich mit Themen wie Kadenzen, Formenlehre, Akkordanalyse und Gehörbildung auseinanderzusetzen.
Im Dirigierkurs wurden Grundlagen wie Taktarten, Einsätze, Ausdrucksbewegungen und Probentechnik vermittelt. Besonders motivierend: das regelmäßige Arbeiten mit einem echten Orchester – eine seltene Gelegenheit für viele Teilnehmer. Neben dem Einzelunterricht vor dem Klavier präsentierten sich mehrere Teilnehmende mit einer beeindruckenden Souveränität vor dem Übungsorchester und konnten so wertvolle Erfahrungen sammeln.
In der Kompositionswerkstatt erarbeiteten die Teilnehmer*innen über die Woche eigene kleine Kompositionen und betrachteten dabei verschiedene Formmodell und Harmonieschemata, um die eigene Kreativität in passende Strukturen zu gießen. Besonders schön: Am Ende des Kurses konnten die Kompositionen vorgespielt werden.
Gemeinschaft, Grillabend & spontane Konzerte
Ein Höhepunkt der Woche war der traditionelle Schwenkabend am Freitagabend. Auch wenn das Wetter in diesem Jahr nicht mitspielte, ließen wir uns die Stimmung nicht verderben. Der Schwenkmeister und das Küchenteam sorgten für kulinarische Highlights, die für eine schöne Abwechslung im Kursalltag sorgten.
Auch das Vorspielformat am Abend wurde gut angenommen. Mutige Teilnehmer präsentierten neu einstudierte Werke oder Ausschnitte aus ihrem bestehenden Programm.
Abschlusskonzert – Klangvoller Ausklang
Am Sonntag, dem 3. August, fand das Abschlusskonzert in der Ellipse der Landesakademie statt. Vor Publikum präsentierten sich Kammermusikgruppen, Solistinnen und das Lehrgangsorchester in einem abwechslungsreichen Programm. Besonders die drei Orchesterwerke zeigten eindrucksvoll die in der Woche gewachsene Klangkultur und das gemeinsame musikalische Verständnis.
Mit der rhythmisch-feurigen „Danza Spagnola“ als letztem Stück verabschiedete sich das Seminar klanggewaltig – und hinterließ bei allen Beteiligten ein Gefühl von Erfüllung, Gemeinschaft und Vorfreude auf das nächste Jahr.
Musik als Brücke und Begegnung
Das Ottweiler Gitarren- und Mandolinenseminar 2025 hat einmal mehr bewiesen, dass Musik weit mehr ist als Technik oder Theorie: Sie verbindet Menschen, inspiriert Generationen und schafft Raum für Begegnung, Kreativität und persönliche Entwicklung.
Ein herzliches Dankeschön an alle Dozenten – Prof. Stefan Jenzer, Prof. Gerhard Reichenbach, Steffen Trekel, Christian Schüller und Andreas Lorson – für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Geduld und ihre Begeisterung.
Termin vormerken: Das nächste OGMS findet vom 17. Juli bis 22. Juli 2026 statt. Wir freuen uns jetzt schon!
Die Dozenten waren:
- Andreas Lorson (Kursleitung, Musiktheorie, Komposition, Kammermusik)
- Steffen Trekel (Mandoline)
- Prof. Stefan Jenzer (Gitarre)
- Prof. Gerhard Reichenbach (Gitarre)
- Christian Schüller (Dirigat und Orchesterleitung)
Kaum ein Thema ist gerade so präsent wie Künstliche Intelligenz. Im BZVS nutzen wir sie
bereits an verschiedenen Stellen, und beim diesjährigen Weihnachtsseminar wollten wir
dieses Wissen weitergeben. Vom 27. bis 29. Dezember trafen sich die Teilnehmer im
Victor’s Residenz-Hotel in Saarbrücken. Thomas Kronenberger hatte die Seminarleitung und
übernahm die Themen Fördermittel, (Selbst-)Management; Marcel Wirtz und Lisa Perrin
übernahmen den Teil zur Künstlichen Intelligenz.
Die Runde war bunt gemischt: Teilnehmer zwischen 17 und 74 Jahren, aus verschiedenen
Bundesländern, manche hatten noch nie einen Chatbot benutzt, andere experimentierten
schon länger damit. Entsprechend unterschiedlich waren die Erwartungen, von „Wie
funktioniert das überhaupt?“ bis hin zu „Ich will lernen, gute Prompts zu schreiben“.
Marcel Wirtz hatte allen Teilnehmern vorab Zugang zum Copilot des Verbandes eingerichtet. So
konnte direkt gemeinsam ausprobiert werden, wie man Konzerteinladungen oder Social-
Media-Posts formulieren lässt. Jeder stieg auf seinem Level ein. Schnell merkten alle, dass
es vor allem auf klare Anweisungen ankommt. Kontext mitgeben, Format angeben, vielleicht
der KI eine Rolle zuweisen, und schon werden die Ergebnisse brauchbar.
Natürlich wurde auch über die Grenzen gesprochen: Die KI ist ein Werkzeug, kein Ersatz fürs eigene
Denken. Antworten sollten immer kritisch geprüft werden, denn manchmal erfindet sie
Fakten einfach dazu. Werkzeuge wie Canva für Bildbearbeitung wurden ebenfalls vorgestellt
und gleich getestet.
Zwischen den Arbeitsphasen blieb genug Zeit zum Durchatmen. Spaziergänge durch den
eisigen Deutsch-Französischen Garten, gemütliche Mahlzeiten, und abends wurde bei Uno
und Bezzerwizzer um jeden Punkt und jede Karte gekämpft.
Selbstverständlich wurde auch musiziert: Teilnehmerinnen hatten japanische Stücke fürs Zupforchester mitgebracht, und es wurde ausprobiert, wie typische Gitarrenquintett-Literatur zusammen mit Mandoline und Mandola klingt.
Thomas Kronenberger stellte am Sonntag verschiedene Fördermöglichkeiten durch den
Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) und die Deutsche Stiftung für Engagement
und Ehrenamt (DSEE) vor.
Am Montag drehte sich alles um Öffentlichkeitsarbeit. Zunächst ging es um Instagram: Wie funktioniert die App eigentlich? Wie helfen Hashtags und Markierungen dabei, mehr Leute
zu erreichen? Das wurde gleich praktisch ausprobiert und ein gemeinsamer Beispielpost
ging online. Auch die klassische Pressearbeit war Thema: Wie sprechen wir
Konzertbesucher an? Und wie gelingt eine gute Zusammenarbeit mit der Lokalpresse? Den
Abschluss bildete das gemeinsame Musizieren im Zupforchester.
Dann das übliche Gefühl: Schade, dass es schon vorbei ist. Aber auch: Viel mitgenommen,
neue Ideen im Kopf, und die Vorfreude aufs nächste Jahr ist schon da. 🙂
Die Dozenten waren:
- Thomas Kronenberger
- Lisa Perrin
- Marcel Wirtz














































