Letztes Update: 17. October 2017

Grundlehrgang I

Pünktlich zum Ferienbeginn im Saarland startete der Grundlehrgang 1 und der Methodikkurs in der Landesakademie in Ottweiler. 30 Teilnehmer und Dozenten trafen sich zusammen mit dem gerade angekommenen Hochsommer zum jährlichen Musizieren. Erfreulich in diesem Jahr bot sich der Blick in die Begrüßungsrunde. Saßen dort auch 10 neue Teilnehmer im jungen Alter von 7 – 12 Jahren erwartungsvoll in der Ellipse zusammen mit den „alten Hasen“, die den BZVS Kurs jedes Jahr besuchten.

Das Dozententeam stellte sich vor:
-- Birgit Bernardi, Gitarre und Ensemble
-- Barbara Deinsberger, Rhythmus BZVS Grundlehrgang 1
-- Gianna de Fazio, Gitarre und Ensemble
-- Isabell Himbert, Mandoline, Musiktheorie und Ensemble
-- Ivette Kiefer, Musiktheorie und Gehörbildung sowie Methodik zum unterrichten
-- Thomas Kronenberger, Lehrgangsleitung, Orchester und Methodik zum unterrichten
-- Stefan Weber, Gitarre

Der Tagesablauf wurde erklärt. Die Eltern durften ihre Fragen stellen und wurden dann schnell nach Hause geschickt, damit sich alle auf die ersten Unterrichtsstunden vorbereiten konnten.

Auf vielfachen Wunsch wurde gleich das beliebte „Mörderspiel“ gestartet, das in dieser Woche drei Mal wiederholt werden musste. In den Einzelunterrichten gingen die Dozenten auf den Spielstand und die Wünsche der Teilnehmer ein und stellten ein Unterrichtsprogramm für die Woche auf. Neue Techniken und neue Literatur standen auf dem Plan.

Auch die Musiktheoriegruppen wurden nach Schwierigkeitsgrad angeboten. Vom Notenlesen lernen bis zur Kadenz war alles dabei und keiner musste sich langweilen oder war heillos überfordert. Täglich wurde für alle Gitarren- bzw. Mandolinentechnik angeboten, was in der großen Runde der Gitarren schon eher nach Orchester aussah.

Das Team der Landesakademie umsorgte auch in diesem Jahr unsere Teilnehmer und Dozenten, erfüllte sogar hier und da mal einen Sonderwunsch, damit sich alle rund um wohlfühlten. Keine Unfälle, keine Arztbesuche, rein gar nichts passierte. So einen Kurs hatten wir noch nie. Gut, ein paar blaue Flecken und Mückenstiche mussten behandelt werden und
die Heimwehkinder taten ihres dazu, dass den Dozenten nur nicht langweilig wurde. Aber in diesem Alter darf man auch mal Heimweh haben. Hauptsache war, dass alle im Kurs blieben und im nächsten Jahr wiederkommen.

Im Ensemble hieß es dann für viele, zum ersten Mal zusammen mit anderen zu musizieren. Eine Herausforderung, die von allen prima gemeistert wurde. Jeder Tag wurde mit der Orchesterprobe abgeschlossen. Ich hätte mir das dramatischer und unruhiger vorgestellt. Waren die Teilnehmer doch noch sehr jung und zum ersten Mal in einem Orchester dabei. Aber gerade die Jüngsten waren die Eifrigsten. Dank Birgit wurden auch in diesem Jahr für jeden, der die Originalstimmen noch nicht so sauber spielen konnte, passend Noten umgeschrieben.

An drei Abenden fanden Vorspiele statt. Sichtlich nervös nahmen alle in der Ellipse Platz und lauschten den Musikfreunden beim Vorspielen. Applaus wurde stürmisch gespendet und das Verbeugen manches jungen Künstlers musste erst noch erlernt werden. Schön, dass sich alle im Kurs in den Vorspielen präsentiert haben und um diese Erfahrung reicher wurden.

Danach war endlich Freizeit angesagt. Das tolle Wetter zog die meisten raus auf die Terrasse des Bistros und auf die Rasenfläche. Alle möglichen Ballspielarten wurden gespielt und der kleine Abendsnack der Küche im Bistro verspeist. Bis dann um 22 Uhr Schluss war und alle in ihre Zimmer sollten. Sollten, wohl gemerkt. Obwohl die Jüngeren vor Müdigkeit fast nicht
zum Zimmer fanden, wollte niemand so wirklich schlafen gehen. Manche Nacht wurde für ein paar wenige dann doch noch zum Vergnügen, indem die Mädels die Jungs besuchten oder
umgekehrt. Als ob wir das nicht mitbekommen hätten. Spaß muss sein und so lange nicht allzu laut gesprochen oder gelacht wurde, ließen wir diesen Spaß auch zu.  Seltsam allerdings, dass Nils morgens in seinem Bett, ähm nein, nur noch in einem Teil seines Bettes aufwachte. Da waren wohl Nachtzwerge am Werk und brauchten dringend einen Bettenrost. Tssss, was es alles gibt. Und manch anderer verbrachte die Nacht mit quatschen oder schleuste von uns völlig unbemerkt (*räusper*) seine Quasseltante in sein Zimmer ein. Wir mussten da gar nicht eingreifen. Schließlich waren ja alle nicht alleine in ihren Zimmern und so konnten die Mitbewohner schon mal ein klares Wort zum „Ich will jetzt schlafen!“ äußern. Als Dozent hat man eben doch seine (meist ungewollten) Mithelfer. Dankeschön.

Das Abschlusskonzert war dann für alle, insbesondere für die Eltern, ein Highlight. Schick aufgehübscht betraten die kleinen und größeren Künstler die Bühne der Welt und gaben alles. Naja, ich will ja keine Namen nennen, aber Dominic hat das wohl falsch verstanden und trat ohne Schuhe, dafür aber mit lackierten Fussnägeln auf. Ein gelungenes Konzert, das mit 5 Orchesterwerken nicht ohne eine Zugabe endete. Traurig, dass wir uns alle von Barbara verabschieden mussten, die ab dem nächsten Jahr nicht mehr zum Dozententeam gehören wird. Wir werden dich sehr vermissen, aber die Türen stehen dir offen.

Danke an mein gutes und liebes Dozententeam: es war mir wie immer ein Fest mit Euch! Dankeschön an alle Teilnehmer: Mit Euch macht der Grundlehrgang Spaß und ich freue mich sehr darauf, euch ALLE im nächsten Jahr wieder zu sehen.

Thomas Kronenberger


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