Letztes Update: 11. December 2017

Ottweiler Gitarren- und Mandolinenseminar


Bericht

Das „Ottweiler Gitarren- und Mandolinenseminar“ entwickelt sich allmählich zum Geheimtipp unter den Kursen in Europa. Mit der Rekordteilnehmerzahl von 56 endete am 7.8.09 der einwöchige Lehrgang in der Landesakademie Ottweiler mit dem Abschlusskonzert der Teilnehmer. Dabei war das internationale Flair dieses Kurses deutlich zu spüren. Mit Teilnehmern aus Japan, Venezuela, aber auch aus verschiedenen Bundesländern zeigte sich, dass das Dozententeam eine anziehende Wirkung hatte. Dabei fanden Studenten, Dirigenten und Laien den Weg nach Ottweiler. Der Lehrgang wurde von Stefan Jenzer (Gitarre, Hochschule für Musik Saar, HfM) geleitet. Zum Dozententeam gehörten weiter: Juan-Carlos Munoz (Mandoline, HfM Saar), Steffen Trekel (Mandoline, Konservatorium Hamburg), Takashi Ochi (Mandoline), Denise Wambsganß (Mandoline), Prof. Joel Betton (Gitarre, UdK Berlin), Oliver Kälberer (Dirigieren) und Prof. Jörg Nonnweiler (Musiktheorie, HfM Saar).

Im Laufe des Lehrgangs hatten alle Teilnehmer täglich Einzelunterricht bei den jeweiligen Dozenten für Mandoline und Gitarre. Darüber hinaus gehörte Kammermusik zum umfangreichen Angebot. Viele nutzten diesen Lehrgang auch zur Vorbereitung zu einem anstehenden Musikstudium. So verwunderte es nicht, dass auch der Musiktheorieunterricht bei Prof. Jörg Nonnweiler rege wahrgenommen wurde. Zusätzlich erhielten die Teilnehmer nach Wunsch auch noch Dirigierunterricht. Manche der Teilnehmer schlossen die Dirigierausbildung mit dem Bestehen der verschiedenen Dirigierprüfungen A und B erfolgreich ab. 

Zum abwechslungsreichen Programm gehörten auch die abendlichen Vorspiele. Dort hatten alle die Möglichkeit das zuvor Erarbeitete auf dem Podium auszuprobieren und dadurch Erfahrungen zu sammeln. Viele nutzten diese Gelegenheit auch, so dass ich viele neue Werke kennen lernte. Schließlich wurde auch ein Lehrgangsorchester gebildet. Das 50- köpfige Ensemble erarbeitete unter der Leitung von Oliver Kälberer verschiedene Werke. Natürlich durfte ein Werk des Komponisten nicht fehlen: Balloon II. Wie der Komponist sagte, sei dieses Werk eine Prüfung für jedes Orchester. Im Abschlusskonzert haben wir diese Prüfung erfolgreich bestanden. 

Auch bei den geselligen Abenden wurde viel musiziert. Die venezuelanischen Teilnehmer präsentierten hier viele Beispiele venezuelanischer Volksmusik. Besonders beeindruckt war ich von ihrem Rhythmusgefühl und der Tatsache, dass sie alle auswendig spielten. 

Das Wetter war in der Woche so schön, dass man abends lange am Lagerfeuer ausharren und den Tag gemütlich ausklingen lassen konnte. Dabei konnte ich mich aufgrund meiner Spanischkenntnisse auch hervorragend mit den Venezuelanern unterhalten. Auch der Musikverlag Trekel war vor Ort, was natürlich für mich und für viele andere die Gelegenheit war, nach neuen Noten Ausschau zu halten. Somit endete am 7.8.09 eine arbeitsreiche Woche, in der man viel dazu gelernt, neue Freunde kennen gelernt und viel Kraft zum Weiterüben geschöpft hat. Ich möchte an dieser Stelle einen großen Dank an das Dozententeam unter der Leitung von Stefan Jenzer aussprechen und freue mich heute schon auf das nächste „Ottweiler Gitarren- und Mandolinenseminar“. Da muss ich wieder hin!!

Svenja Beuren   

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